Eine 55-Jährige kommt im St.Huberter Baggersee ums Leben. Sie hatte vermutlich im Wasser einen Herzinfarkt erlitten.

Der Baggersee Königshütte in St.Hubert: Am Nordwest-Ufer fand am Donnerstag eine Taucherin den Tod.
Der Baggersee Königshütte in St.Hubert: Am Nordwest-Ufer fand am Donnerstag eine Taucherin den Tod.

Der Baggersee Königshütte in St.Hubert: Am Nordwest-Ufer fand am Donnerstag eine Taucherin den Tod.

Friedhelm Reimann

Der Baggersee Königshütte in St.Hubert: Am Nordwest-Ufer fand am Donnerstag eine Taucherin den Tod.

St.Hubert. Eine 55-Jährige ist am Donnerstagabend beim Tauchen im Königshütte-See gestorben. Die Kempenerin, eine routinierte Taucherin, war mit ihrer vierköpfigen Gruppe vom Vereinsgelände des Segel-Surf-Clubs Kempen (SSCK) an der Scheifeshütte ins Wasser gegangen.

Plötzlich tauchte die Frau auf und rief um Hilfe- dann ging sie unter. Die Begleiter, unter anderem ihr 27-jähriger Sohn und ein Krefelder(49), zogen sie an Land und alarmierten den Notarzt. Noch im Rettungswagen starb die 55-Jährige auf dem Weg ins Krankenhaus. Nach ersten Erkenntnissen ist die Frau an einem Herzinfarkt gestorben.

"Wir gehen nicht davon aus, dass ihr Tod etwas mit dem Tauchen zu tun hat", sagte SSCK-Vorsitzender Ferdi Stoffels auf WZ-Nachfrage. Bei der Verstorbenen, ein Club-Mitglied, habe es sich um eine sehr erfahrene Sporttaucherin gehandelt, die im Schnitt einmal in der Woche mit ihrer Gruppe das ganze Jahr über im Königshütte-See ihrem Hobby nachgeht. Unabhängig von der Witterung gehen die SSCK-Taucher im Sommer wie im Winter ins Wasser. Stoffels: "Unter Wasser ist der Unterschied nicht so groß. Der See hat dort unten circa sechs bis sieben Grad."

Der SSCK- der größte Wassersportverein in NRW- hat vor über zehn Jahren eine Tauchabteilung gegründet. Mittlerweile hat die Abteilung knapp 100Mitglieder. Die Sportler steigen regelmäßig in Gruppen in den 25Meter tiefen und 80Hektar großen Baggersee im Schnittpunkt zwischen Kempen, St.Hubert, Unterweiden und Hüls. Laut Stoffels hat es im SSCK, der eigene Tauchausbilder hat, bislang noch keinen tödlichen Unfall beim Tauchen gegeben. Das SSCK-Gelände, von dem aus die Taucher ins Wasser steigen, befindet sich am nordwestlichen Part des Sees. Auf der gegenüberliegenden Seite, am Ostufer, baut der Unternehmer Klösters Kies und Sand ab.

Obwohl bei dem Tauch-Unglück am Donnerstag kein Fremdverschulden zu erkennen ist, ermittelt die Kripo in dem Fall weiter.

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