Der Kinderschutzbund braucht Freiwillige, die Kindern in Not helfen.

Am Sorgentelefon suchen viele Kinder und Jugendliche Rat.
Am Sorgentelefon suchen viele Kinder und Jugendliche Rat.

Am Sorgentelefon suchen viele Kinder und Jugendliche Rat.

Schinkel

Am Sorgentelefon suchen viele Kinder und Jugendliche Rat.

Kempen. Ehrenamtler gesucht: Der Ortsverband Kempen im Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) braucht Freiwillige für die „Nummer gegen Kummer“. Das Sorgentelefon gibt jungen Leuten bundesweit kostenlose und anonyme Hilfe bei Ängsten und Sorgen.

„Das ist eine spannende und vielseitige Arbeit.“

Karin Dames, Kinderschutzbund

So gingen allein in Kempen im vergangenen Jahr rund 6100 Anrufe ein. Kinder und Jugendliche, hauptsächlich zwischen zwölf und 16 Jahren, sind die Anrufer. Es geht um Stress mit den Eltern, Ärger in Freundschaft oder Partnerschaft, manchmal auch um Missbrauch oder Gewalt gegen Kinder.

„Dabei vermitteln wir die Kinder und Jugendlichen an die ortsnahen Beratungsstellen“, sagt Karin Dames, die Verantwortliche für das Kempener Kinder- und Sorgentelefon. Gerade Männer seien gefragt. Denn bundesweit sind nur elf Prozent der Berater männlich. Hinzu kommt, dass bei vier von zehn Gesprächen Jungen anrufen.

„Das ist eine spannende, vielseitige Arbeit“, sagt Dames, die selbst Mutter von drei Kindern ist. Gleichzeitig weiß sie: „Für dieses Ehrenamt ist eine starke Motivation notwendig. Man muss generell gerne im Kontakt mit Jugendlichen stehen. “

Ausgebildete Telefonberater werden jährlich fortgebildet

Denn beim Sorgentelefon fängt keiner einfach so an. Am Anfang steht eine Ausbildung zum Telefonberater, die mindestens 60 Stunden umfasst. Der Eigenanteil liegt pro Teilnehmer bei 50 Euro. Die nächste Ausbildung startet am 12. März 2011. Eine jährliche Fortbildung und Supervision alle sechs Wochen sollten ebenfalls eingeplant werden.

„Dieses Ehrenamt hat eine besondere Bedeutung“, sagt Karin Dames aus Erfahrung. Als Ansprechpartner, Zuhörer und Unterstützer sollte man nach der Ausbildung mindestens zwei Jahre dabei bleiben. „Das ist notwendig, um effektiv zu helfen.“

Zwei Mal pro Monat hat ein Sorgentelefon-Mitarbeiter drei Stunden Dienst. In Kempen gibt es 17 Mitarbeiter, bundesweit ist das Telefon an 92 Standorten vertreten.

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