Der Markt ist nicht mehr charmant wie früher, aber er funktioniert. Ferner: Escheln ist ein heißes Pflaster, Jung-Forscher vorerst ausgebremst.

St.Hubert. "Die Marktgemeinschaft ist nicht mehr wie früher, aber der Markt funktioniert." Sagt Theo van der Bloemen (50) als Reaktion auf den Vorstoß von Werbering-Chef Michael Smeets, der eine Offensive für den Donnerstag-Markt gestartet hat. van der Bloemen muss es wissen: Mit seiner Versicherungs-Agentur sitzt er direkt am Markt und beobachtet das Geschehen. Und seine Eltern Hanni (80) und Otto (82) haben bis vor 15Jahren auf dem grünen Wochenmarkt Blumen angeboten. "Um den Markt müssen wir uns keine Sorgen machen." Dass einige Beschicker im Winter auch mal eine Pause einlegten, sei normal.

Ewig junge Kendel-Ecke

Die Straßengemeinschaft Kendel-Ecke setzt auf die Jugend. Nachdem im Vorjahr Nicole Kisker (29) zur 2.Vorsitzenden gewählt wurde, ist jetzt auf der Jahreshauptversammlung Melanie Bolgen in den Vorstand gerückt. Die 27-Jährige löst im Herbst Barbara Lehmann als Schriftführerin ab. Zuvor stehen Hochzeit und Diplom-Arbeit an: Die Sparkassen-Mitarbeiterin studiert in Mönchengladbach Betriebswirtschaftslehre und steht nun vor dem Abschluss. Im August läuten für sie und ihren künftigen Ehemann Marc Schafhausen die Hochzeitsglocken. Das Ja-Wort gibt sich das Paar im Weberhaus, bevor auf Mauritius geflittert wird. Ihre Eltern sind schon lange in der Straßengemeinschaft, die jetzt den Vorsitzenden Dieter Lips im Amt bestätigt hat.

"Ich zehre viel von der Erinnerung an diese tollen Bergtouren."

Hans Dieker, Ehrenvorsitzender Heimatverein St.Hubert

 

60 Jahre und ein wenig leiser

Der Stamm St.Hubert der Deutschen Pfadfinderschaft St.Georg feiert am Samstag, 5. September, 60.Geburtstag. Der Flüsterer hörte, dass die Party ein wenig kleiner werden soll als die zum 50. Die Planungen für Messe, Spiele und Grillabend laufen. Fürs Jubiläum hat sich der Stamm einiges vorgenommen. Dennoch suchen die Pfadfinder, und zwar nicht (nur) mit Kompass und Karte: Nachwuchs. Weder eine Pfadfinder- noch eine Rower-Gruppe (14-17 und 18-21 Jahre) gibt es im Stamm St. Hubert. Damit sich das ändert, laden die "Jufis", die Jungpfadfinder (zehn bis 13 Jahre) ein, mittwochs 18 bis 19.30 Uhr. Also, Peilung aufnehmen und Kontakt suchen bei Sascha Cuylen, Tel.: 02152/895563, oder Bernadette Kursawa, Tel.:02152/8146.

Jugend forscht weiter

Lisa Weinrank und Alena Nonnast, Schülerinnen der 10. Klasse am LvD, hatten am St.Huberter Bruch am "Boden des Jahres 2008" geforscht. Dabei ging es um die Beschaffenheiten der Braunerde, die in unserer Gegend ein sandiger Lehmboden mit wenig Salzen ist. Letzte Woche waren sie in Krefeld beim Regionalwettbewerb " Jugend forscht". "Wir sind knapp am 2.Platz vorbeigerauscht", sagt die St.Huberterin Lisa Weinrank. Doch der Stand der Naturwissenschaftlerinnen war sehr gefragt: "Es war schön, dass so viele kamen und wir ihnen unser Thema erklären konnten, die Leute haben wohl einen Bezug dazu gehabt." Und weil’s so viel Spaß gemacht hat, wollen die beiden nächstes Jahr wieder mitmachen. Ob es wieder um die Natur aus dem Kendeldorf geht, steht noch nicht fest.

"Ich finde diesen Song sensationell."

Jürgen Laurenzen, TuS-Geschäftsführer

 

Fünf verkaufsoffene Sonntage

Vier verkaufsoffene Sonntage pro Stadt im Jahr- mehr lässt das Gesetz zur Regelung der Ladenöffnungszeiten nicht zu. Wer gerne Erbsen zählt, kommt aber in Kempen für 2009 auf fünf Tage: 29.3. (Kunsttage), 3.5. (Altstadtfest), 11.10. (Handwerkermarkt Kempen und Kürbisfest St.Hubert), 6.12. (Weihnachtsmarkt Kempen) sowie 13.12. (Weihnachtsmarkt St.Hubert). So beschlossen in den politischen Gremien des Rathauses. Woher weht der Wind? Nun, eine Lex-St.Hubert sozusagen. Denn den Hüpperschen bringt ein verkaufsoffener Sonntag beim ersten Kempener Weihnachtsmarkt-Wochenende am 29.11. rein gar nichts. Also hat die Stadt das Gesetz großzügig ausgelegt und zwei Sonntage zusammengefasst: ein Weihnachtsmarkt-Sonntag für Kempen (6.12.), der andere (13.12.) für St.Hubert. Die Einzelhändler dürfen sich freuen- in Kempen wie in St.Hubert.  

Hans Dieker gut unterwegs

"Es geht mir besser." Nach seinem krankheitsbedingten Ausscheiden aus der Spitze des Heimatvereins im Vorjahr ist es ruhig geworden um Hans Dieker. Fast fünf Monate hat der 77-Jährige mit seinem Rückenleiden im verschiedenen Krankenhäusern gelegen. Der Naturfreund, der früher schnellen Schrittes 4000er Berge erklomm, musste wieder gehen lernen wie ein kleines Kind. Doch jetzt ist der Voescher, der zwölf Jahre lang Vorsitzender des Heimatvereins war, guter Dinge. "Ich zehre viel von der Erinnerung an diese tollen Bergtouren." Täglich sieht man den früheren Volksbank-Vorstand bei Spaziergängen, sogar das Autofahren klappt wieder. Am Freitag will Hans Dieker auch zur Jahreshauptversammlung des Heimatvereins kommen: "Schließlich bin ich dort Ehrenvorsitzender." Zur neuen Spitze um Hans-Josef Güldenbog hat Dieker volles Vertrauen: "Die machen ihre Sache richtig gut."  

Neue Krabbelgruppe in Sicht

Ihr Kinderlein kommet: Die Pfarrgemeinde St.Hubertus sucht für die neue Krabbelgruppe Mädchen und Jungen, die in der ersten Hälfte 2008 geboren sind. "Wann die Gruppenstunde stattfindet, wird geklärt, sobald sich genügend Interessierte gefunden haben", sagt Pfarramts-Sekretärin Cäcilia Velroyen. Die Gruppe wird von einer Erzieherin geleitet. Info und Anmeldung im Pfarramt an der Hauptstraße21, Tel.02152/7246.  

Polizei und Feuerwehr in Escheln

Escheln- das ist St.Huberts Wilder Westen. Denn nicht genug, dass ein Feuerteufel dort auf dem Brux-Areal gleich drei Mal zündelte, bis der Schuppen endgültig in Schutt und Asche lag. Die Kripo hat noch keine heiße Spur, die Nachbarn bereits Kameras installiert, bevor sich jemand an ihr Hab und Gut macht. Dann musste das Kreis-Veterinäramt- von der Polizei eskortiert- einem Landwirt empfindlich auf die Finger hauen. Elf Kühe und fünf Kälber befreite die Behörde aus unwürdigen Verhältnissen- ein Tier musste sogar eingeschläfert werden, so groß waren die Strapazen. Jetzt steht der Betrieb unter ständiger Kontrolle der Landwirtschaftskammer, wird vielleicht sogar dicht gemacht.  

TuS-Song: 1. Auflage vergriffen

Die erste Auflage in Höhe von 50Stück war im Nu vergriffen: Die CD mit dem TuS-Song geht wie die warme Semmel. F2-Fußballtrainer Wolfgang Jachtmann hatte ein Lied für den Kicker-Nachwuchs des Vereins komponiert und im Studio auf CD gebrannt. Bei Driesch, Hauptstraße37 und Breite Straße31, liegen aber noch einige Silberlinge à 5Euro. "Ich finde diesen Song sensationell", sagt TuS-Geschäftsführer Jürgen Laurenzen, der die Idee mit Jachtmann geboren hatte.  

Es gibt wieder Cortina-Eis

"Nichts ist teurer geworden", versichert Guiliano Costa, der vor einigen Tagen seinen Eissalon Cortina aufgeschlossen hat. Und hält einem Dreikäsehoch ein 60-Cent-Bällchen in der Waffel hin: "Hier, probier!" Der 49-Jährige ist aus den Dolomiter Bergen heruntergestiegen und hat die Eismaschine an der Breite Straße25 mit 24Sorten wieder angeworfen. Seine siebte Saison am Kendel: Zuvor hat Costa 20Jahre in Gartenstadt die Schleckermäuler versorgt.  

Sabo: Von Freddy bis Trude Herr

"Wenn das Freddy wüsste": Im Art-Café Sabo, An Eulen7, steht am 20.März um 19Uhr wieder Kleinkunst an. Manfred Pohlmann parodiert Schlager von damals- von Bill Ramsey über Catharina Valente bis Trude Herr. Eintritt zehn Euro plus Verzehr, Tickets rechtzeitig sichern.  

Engpässe auf den Landstraßen

Die St.Huberter, die viel Richtung Kempen unterwegs sind, müssen mit einem Engpass leben: Zwischen Absatz-Zentrale (AZ) und Stadtwerke wird auf der St.Huberter Straße im Schnittpunkt zur Heinrich-Horten-Straße ein Kreisverkehr angelegt. Spätestens mit der Eröffnung der AZ im Spätsommer brummt der Verkehr dort- die Rede ist von 400 Lkw, die täglich den Obst- und Gemüse-Logistiker ansteuern. Im Juli soll das Rondell fertig sein. Ob dieser Verkehrshäufung machen sich auch die Voescher Gedanken. Denn die McDonald’s-Kreuzung L362/Außenring (also von der Autobahn durch Voesch Richtung Kempen) ist schon jetzt ein Nadelöhr. Wer morgens dort im Berufsverkehr im Stau steht, muss Geduld mitbringen. Es dürfte kein Weg dran vorbeigehen, auch diese Kreuzung auszubauen.

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