Auf der Burgwiese maßen sich internationale Teams in den traditionellen schottischen Sportarten.

Die Damen der Highlander vom Niederrhein beweisen, dass sie zupacken können.
Die Damen der Highlander vom Niederrhein beweisen, dass sie zupacken können.

Die Damen der Highlander vom Niederrhein beweisen, dass sie zupacken können.

Zu den Highland Games gab es auch einen Mittelaltermarkt – natürlich mit passend gekleideten Edelfräulein und Rittern.

Bastian Königs, Bild 1 von 2

Die Damen der Highlander vom Niederrhein beweisen, dass sie zupacken können.

Kempen. Männer in karierten Röcken und Frauen, die ihren „Mann stehen“ – am Wochenende zeigten die Teilnehmer der 11. Internationalen Highland Games auf der Wiese am Burgpark ihr Können in Disziplinen wie „Baumstammüberschlag“ oder „Hammerwerfen“. Dabei machten nicht nur die Damen, sondern auch die männlichen Teilnehmer eine gute Figur im Schottenrock.

„Beim Baumstamm-Werfen zählt der Winkel oder bestenfalls der Überschlag“, erklärte Moderator Jürgen Stickelbrock, der für humorvolle Unterhaltung neben den Disziplinen sorgte. Mit Witz und Charme moderierte er die Games und klärte die Zuschauer über Geschichte und Traditionen der Highlander auf. So wurde durch die Highland Games ursprünglich der stärkste Mann eines Dorfes ermittelt.

„Da zielt er mit purer Gewalt auf den Mann mit dem Mikrofon“, sagte Stickelbrock mit einem Lächeln im Gesicht, als ein Sportler den vier Kilogramm schweren „Hammer“ in Richtung des Moderators schleudert.

Traditionelle Dudelsackklänge untermalten die Spiele

Wer jetzt denkt, die Spiele seien gefährlich, liegt nur bedingt richtig. Die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) hatten regelrecht alle Hände voll zu tun, aber nicht etwa mit verletzten Spielern. „Bei dem Wetter hatten sehr viele Leute Kreislaufprobleme“, so Olaf Schmitz, Bereitschaftsleiter beim DRK. „Die Menschen trinken einfach zu wenig. Das ist an diesem Wochenende ein großes Problem.“

Für musikalische Untermalung während der Spiele sorgte die Band „White Hackle Pipes and Drums“, welche traditionsgemäß den Dudelsack erklingen ließ. Die ungewöhnlichen Töne kamen bei den Zuschauern gut an und wurden mit lautem Applaus belohnt. Diesen gab es auch für die Teilnehmer aller Teams. Egal ob Deutscher, Schweizer, Franzose oder Kanadier: Jeder wurde angefeuert.

Erfolg: Gleich drei deutsche Teams waren dabei, zwei davon auf dem Treppchen.

Team Deutschland 1 (Manfred Mühlenhaus und Andreas Deuschle).

Kanada (Warren Trask und Kevin Fast).

Deutschland 2 (Uli Müller und Bernd Wolf).

Die Schweiz landete auf dem vierten, Frankreich auf dem fünften Platz. Den sechsten Platz belegte das dritte deutsche Team.

Einige besonders begeisterte Zuschauer trugen selbst einen Kilt, den traditionellen, karierten Schottenrock. Angelika Fourberg aus Erkelenz erklärte: „Mein Mann und ich leben die schottische Kultur auch privat.“

Um diese auch den anderen Besuchern näher zu bringen, konnte die schottische Tracht und deren Zubehör wie Lederbeutel am Rand des Geschehens erworben werden. Aber, was wären die Schotten und ihre Kultur ohne Whiskey? Für diesen alkoholischen Durstlöscher war Ralf Gräber von „Taste Whiskey“ zuständig. An seinem Stand verkaufte er original irischen Cremelikör und importierten, schottischen Whiskey. „Der Cremelikör mit weißer Schokolade wird von den Leuten an diesem Wochenende besonders gerne gekauft“, erzählt er. „Aber Whiskey geht natürlich auch immer.“

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