Erstmals legt der Cola-Truck mit Santa Claus einen Stopp in der City ein. Ferner: Wirtin Conny schließt ab, Tebartz-Villa befreit, schussgewaltige Keller-Kinder.

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Der Weihnachtstruck von Coca Cola steuert am Mittwoch erstmals den Markt an– das gibt eine riesige Adventsparty.

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Kempen. Der Weihnachts-Truck von Coca Cola rückt an: Am Mittwoch um 15Uhr rollt ein 16,5 Meter langer 18-Tonner auf den Buttermarkt. Erstmals seit 13Jahren auf Deutschlands Straßen steuert der knallrote Laster aus Detroit mit 360Metern Lichtlauf Kempens Kern an. Santa Claus, ein Ebenbild des 1931 in Atlanta entwickelten Originals, stampft vergnügt übers Pflaster und geht auf Tuchfühlung zu den großen und kleinen Kindern. Auf der Bühne gibt’s bis 20Uhr weihnachtliches Programm und Musik von den Young Gospel Singers und dem Duo FourN. Im Truck ist ein Filmstudio, das in verschneite Landschaften entführt. Über eine Benefiz-Aktion können die Gäste sogar ihr Herz für Kinder unter Beweis stellen. Santa Coke, wir kommen!

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Kuhtor-Magnolie zu Kleinholz

Kurzen Prozess hat die Kettensäge diese Woche mit der Magnolie vor der Tebartz-Villa am Kuhtor gemacht. Der Baum war ins Gerede gekommen, weil er dort laut Vertrag von 1982 nicht stehen durfte und der Eigentümer den Finger erhoben hatte: Die Magnolie nimmt Licht, schafft Feuchtigkeit und wächst durchs Fenster der 99Jahre alten Villa- siehe letztes Geflüster. Nun liegen säuberlich geschnittene Stücke im Gebüsch und warten auf die Axt.

Judenstraße: Was wird aus Nr.13?

Wird das Haus Nr.13 das Sorgenkind der Judenstraße? Bereits Ende April ist Sabine Gittrich (46) mit ihrem Kindermodengeschäft M12 herausgegangen. Seitdem ist das Denkmal verwaist. Und leider häufig Opfer nächtlicher Plakat-Wüstlinge. Im Denkmal-Ausschuss am Montag fiel im Rathaus sogar das Wort Schmuddelecke. Fakt ist, dass der Eigentümer, sein Architekt Udo Thelen und die Denkmalbehörde ein schlüssiges Konzept für einen Neubau ausgetüfelt haben. Allerdings gibt es noch keine Lösung, wie der Zugang für die künftigen Mieter gestaltet sein soll bzw. ob dieser wie bisher von der Orsaystraße aus erfolgen darf oder von der Judenstraße aus. Sitzen da die Bremser im Rathaus?

Schoko-Kuchen für hungrige Mäuler

Mathias Herwix hilft gerne. Deshalb hat der 17-Jährige vom LvD und sein Kumpel Daniel von der Realschule in den Restaurants EtKempsche Huus und LaPiazza eine Charity-Aktion losgetreten. In den Lokalen wird am Samstag ein besonderer Schokoladenkuchen kredenzt. Besonders deshalb, weil fünf der 6,50Euro jeweils zur Hälfte an die Kempener Tafel sowie an die RTL-Stiftung "Wir helfen Kindern" fließen. Mitesser haben also nicht nur ein gutes Gefühl im Bauch, sondern auch in ihren Herzen.

Genießen: Drei Männer im Schnee

Einen Tag nach dem Cola-Truck kommt Erich Kästner zum Buttermarkt: In der Reihe "Kino für Genießer" zeigen Lichtspiele und WZ am Donnerstag um 17Uhr "Drei Männer im Schnee" nach der Erich-Kästner-Erzählung von 1934. WZ-Abonnenten sehen den Film zwei Euro preiswerter- nur die WZ-Karte vorzeigen. Auch in dieser achten Auflage der beliebten Reihe gibt es Kaffee und Kuchen aus dem Hause Peerbooms zum Nulltarif. Frühzeitige Karten-Reservierung empfiehlt sich!

Orsay-Center: Konfusion um Namen

Das Kind wird mal wieder umgetauft, noch bevor es geboren ist: Die Rede ist vom Orsay-Center, dem lange geplanten Geschäftszentrum neben dem Kulturforum Franziskanerkloster. Der Technische Beigeordnete Stephan Kahl(56) ist vor zwei Jahren angetreten, dieses letzte Filet-Stückchen in der Altstadt endlich unter Dach und Fach zu bringen. Dazu gehört neben dem Lifting des Kulturforums ein chicer Name fürs Orsay-Center- ein Titel übrigens, den der Volksmund längst verinnerlicht hat. Ende August signalisierte Kahl potenziellen Investoren, dass das Center Klosterhof heißen soll. Anfang der Woche der Rückzieher: Den Klosterhof gibt’s ja schon im Kulturforum, das verwirrt bloß. Tipp des Flüsterers: Belasst es doch bei Orsay-Center. Für diesen Namen haben übrigens vor einigen Jahren auch die meisten WZ-Leser im Zuge einer Umfrage plädiert.

Keltisch ist in Kempen Kult

Noch ein Tipp zum Weihnachtsmarkt: Wer auf Irish-Folk steht, sollte sich am Samstag ab 16.30Uhr auf dem Buttermarkt Five AliveO mit dem Sänger Séan Reeves- bekannt von den Dubliners- nicht entgehen lassen. Die Combo gehörte in den 90er-Jahren mit zum Besten in Sachen Irish-Folk. Nach der Trennung haben sich die Musiker 2007 wieder zusammen gerauft. Wer’s am Samstag nicht schafft, hat zum Weihnachtsmarkt-Finale am 13.Dezember noch mal die Chance, den rauen Reeves zu erleben.

Für Heino in die Weihnachts-Eifel

Markus Berg, Chef-Dekorateur der Altstadt, hat in der Eifel seine geschickten Fingerchen spielen lassen. In Bad Münstereifel im Lokal "Zur Post" der ehemaligen Haus-Platen-Wirte Annerose und Karl-Heinz Lange hat der 44-Jährige eine weihnachtliche Kulisse geschaffen. Denn: Heino kommt! Der blonde Barde genießt bei den Langes den Advent und kommt mit Freunden auch gerne mal zum Fußballgucken vorbei. Hach, Heino...

Fußball total in der Thomasschänke

Apropos Fußball: In der Thomasschänke können Sportsfreunde nun größere Augen machen. Denn Wirt Theo Kakargias hat eine Großleinwand installiert- samt Beamer. Und an der Peterstraße 31 gibt’s jetzt volles Programm: TV-Chef Theo überträgt via sky-Kanal alle Bundesliga-Spiele und natürlich Champions League und Uefa-Cup.

Wohltat für gestresste Körper

Der Masseur Irfan Ileri hat seine Praxis an der St.Huberter Straße4 eröffnet, direkt über dem Sonnenstudio Lucky Sun. "Gesundheit fängt mit Wohlfühlen an", sagt der Türke. Auch im Willicher Freizeitbad De Bütt knetet und walgt der 40-Jährige gestresste Körper. "Manchmal komme ich auch in den Genuss einer kurzen Massage", sagt Ileris Frau Elke, die ihn 2003 im Urlaub an der türkischen Ägäis kennenlernte. Aus Freundschaft wurde Liebe, als Ileri ein Jahr später nach Deutschland kam und anrief. Die Heirat folgte am 10. Mai 2005 in Kempen. Hier wohnen die beiden auch. Kontakt unter Tel. 02152/896667 oder Tel. 0175/7043573.

Alli’s: Conny hat tschüss gesagt

Fast neun Jahre lang, seit Januar 2001, hat Conny Dostal im Alli’s Bier gezapft. Nun ist dieses gastliche Kapitel für die Wirtin von der Peterstraße 36 abgeschlossen. Mit einem Fässer-Leertrinken. Conny sagt: "Ich möchte mich bei all meinen lieben Gästen für die schöne Zeit bedanken." Denn für sie fängt ein neuer Lebensabschnitt an, mit- soviel verrät sie- durchaus auch gastronomischer Natur. Im Alli’s hat Conny viel auf die fröhlichen Beine gestellt - Motto- und Kostüm-Feten, den legendären Damen- Frühschoppen, die Ladies-Clique "Die Hebammen" und den Kniffelclub. Ihre Nachfolgerin ist ein Stammgast: Jeanette Schäfer- sie macht am kommenden Wochenende wieder auf. Alles Gute, Conny!

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