Ecuador-Hilfe: Christoph Aretz löst seinen Vater Kurt als Vorsitzenden des Vereins Arbol de la Esperanza ab.

Angela Aretz inmitten „ihrer“ Arbol-Kinder.
Angela Aretz inmitten „ihrer“ Arbol-Kinder.

Angela Aretz inmitten „ihrer“ Arbol-Kinder.

privat

Angela Aretz inmitten „ihrer“ Arbol-Kinder.

Kempen/Quito. Verwahrlost, verprügelt, verlassen - Angela Aretz hat jetzt im Pfarrheim Christ-König am Concordienplatz 12 die Arbeit ihres ecuadorianischen Straßenkinder-Projektes "Arbol de la Esperanza" vorgestellt. Und die Geschichte von Luis.

Seine Mutter ist gestorben, als er vier ist. Der überforderte Vater verlässt den Elfjährigen und dessen Geschwister. Als er ins Heim des Projekts kommt, ist Luis aggressiv, kann weder lesen noch schreiben. Jetzt ist er 15, hat einen Schulabschluss, wieder guten Kontakt zum Vater und beginnt bald eine Bäckerlehre.

Vor 18 Jahren hat die Kempenerin Angela Aretz mit ecuadorianischen Freunden das Projekt ins Leben gerufen. Aus den bescheidenen Anfängen ist eine feste Institution erwachsen. In zwei Häusern finden heute bis zu 30 Kinder in Ecuadors Hauptstadt Quito ein Zuhause.

Und noch mehr: eine Zukunft. Sechs hauptamtliche und viele freiwillige Mitarbeiter kümmern sich um die Kinder und Jugendlichen. Um ihre Schulausbildung, Verpflegung, aber auch um die Behandlung ihrer Traumata und die Rückkehr in die Familien.

Im Vorstand des Kempener Vereins gab es einige Änderungen. Kurt Aretz wird von seinem Sohn Christoph, 40 Jahre alt und Lehrer an der Liebfrauenschule, abgelöst. Angesichts von 18 Jahren, die er dem Verein vorstand, und seines nahenden 80. Geburtstags, sei ein Wechsel an der Zeit gewesen, erklärte Kurt Aretz.

"Ohne deinen unermüdlichen Einsatz - auch gegen alle Wiederstände - wäre das Projekt niemals zu dem geworden, was es heute ist", dankte Angela Aretz ihrem Vater. Neu im Vorstand sind Johannes Schalück, der sich um die Homepage kümmert, und Elena Kortmann. Die Studentin war als Freiwillige ein Jahr in Quito und hilft nun bei der Auswahl und Betreuung der Freiwilligen, die sich inzwischen aus ganz Deutschland bewerben.

Viele der Ehemaligen bleiben dem Projekt verbunden und akquirieren sogar Spenden, wie Kurt Aretz verrät. Rund 100 Menschen unterstützen den Verein.

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