Der Vertrag für eine „Gemeinschaft der Gemeinden“ zwischen Kempen und Tönisvorst ist unterschrieben. Sechs Pfarreien arbeiten ab 2010 eng zusammen.

Vertreter aus sechs Pfarrgemeinden haben am Dienstagabend nach einer Festmesse in Kempen St. Josef den GdG-Vertrag unterschrieben.
Vertreter aus sechs Pfarrgemeinden haben am Dienstagabend nach einer Festmesse in Kempen St. Josef den GdG-Vertrag unterschrieben.

Vertreter aus sechs Pfarrgemeinden haben am Dienstagabend nach einer Festmesse in Kempen St. Josef den GdG-Vertrag unterschrieben.

Vertreter aus sechs Pfarrgemeinden haben am Dienstagabend nach einer Festmesse in Kempen St. Josef den GdG-Vertrag unterschrieben.

Kempen. Wenn Vorster und St.Töniser in einem Raum sind, fliegen die Messer, sagt man. Ina Germes-Dohmen, Pfarrgemeinderats-Vorsitzende von St.Josef, hat davon im Vorbereitungskreis der "Gemeinschaft der Gemeinden" (GdG) nichts bemerkt - auch nicht, dass die Kempener Katholiken "zwischen den Mühlen zerrieben werden".

"Die Vereinbarung ist nichts Fertiges, sondern eher mit einem Rohbau zu vergleichen."

Ina Germes-Dohmen Pfarrgemeinderat St. Josef

Und weil das so ist, wurde jetzt im Rahmen eines Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Josef die "Vereinbarung zur Bildung der Gemeinschaft der Gemeinden Kempen-Tönisvorst" ratifiziert. Beteiligt sind die Gemeinden Christ-König, St. Josef und St. Mariae Geburt in Kempen, St. Hubertus in St. Hubert, St. Cornelius in St. Tönis und St. Godehard in Vorst.

Roland Weber und Thomas Tönneßen hatten vom Bistum Aachen als Moderatoren den Vorbereitungskreis begleitet. Ihr Eindruck: "Hier sind gute Leute, die anpacken, sich was trauen", stellte Tönneßen rückblickend fest. "Das haben die gut hinbekommen", bermerkte Weber.

Nicht alltäglich sei gewesen, dass die Zusammenarbeit kommunale Grenzen überschreite. Christ-König und St. Josef puzzelten seit fünf Jahren an der Gemeinschaft der Gemeinden herum - mit der Ratifizierung habe man gerade erst die Saat zu einer guten Zusammenarbeit gelegt.

"Auf alle, die im Rat der Gemeinschaft der Gemeinden sind, der Anfang 2010 gebildet wird, kommt eine Menge Arbeit zu", ist sich Germes-Dohmen sicher. Sie selbst werde für ein Amt nicht mehr zur Verfügung stehen.

Bei der GdG geht es darum, rarer werdende finanzielle und personelle Ressourcen besser zu nutzen. Beispiel: Tritt in einem Kindergarten ein Engpass auf, könnte Personal aus einem Kindergarten der anderen Gemeinden eingesetzt werden.

Die jetzt ratifizierte Vereinbarung sei "nichts Fertiges, sondern eher mit einem Rohbau zu vergleichen", so Ina Germes-Dohmen. Wie dieser Bau einmal möbliert werde, müsse sich zeigen. Die ratifizierte Vereinbarung sei "eine Festlegung der Spielregeln des gemeinsamen Arbeitens".

Da die GdG am 1. Januar 2010 beginnt, wird eine Festmesse zum Auftakt der neuen Gemeinschaft am Samstag, 23. Januar, in St. Cornelius St. Tönis gefeiert.

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