Der Süßwarenhersteller expandiert und eröffnet einen Fabrikverkauf.

Geschäftsführer Berndt Bleser freut sich über die gut gehenden Geschäfte an der Heinrich-Horten-Straße.
Geschäftsführer Berndt Bleser freut sich über die gut gehenden Geschäfte an der Heinrich-Horten-Straße.

Geschäftsführer Berndt Bleser freut sich über die gut gehenden Geschäfte an der Heinrich-Horten-Straße.

Lübke

Geschäftsführer Berndt Bleser freut sich über die gut gehenden Geschäfte an der Heinrich-Horten-Straße.

Kempen. "Die Süßwaren-Industrie ist von der Krise verschont geblieben", sagt Berndt Bleser. Er muss es wissen: Der gebürtige Kempener ist Geschäftsführer der Nappo&Moritz GmbH. Einer der wenigen, die die ganze Rezeptur der Nougat-Raute kennen. Die Firma mit Sitz an der Heinrich-Horten-Straße26-30 expandiert. "Wir bekommen immer mehr Aufträge", sagt Kurt Inderhees, der zuständig für das Personal ist.

Das Personal soll um 15 Mitarbeiter aufgestockt werden

Die Kempener Firma Hellesia, die vor einigen Jahren noch im Auftrag der Firma Nappo die Süßigkeiten produzierte, hatte vor etwa drei Jahren die Marken Nappo und Moritz (Eiskonfekt) gekauft und die Produktion nach Kempen verlagert. Das Krefelder Werk wurde Anfang 2007 geschlossen. "Wir haben aber so gut wie alle Mitarbeiter übernommen. Rund 70 Prozent sind hier, 30 Prozent in Rente", sagt Bleser. Das Krefelder Werk sei mitten in der Stadt gewesen. "Wir brauchten Platz. Und Kempen ist sowohl von der Lage her als auch preislich attraktiv."

Bis jetzt produzierte der Hersteller holländischen Nougats unweit des Wasserturms auf einer Grundfläche von 6500 Quadratmetern, 1500 kommen hinzu. Um etwa 5000 Quadratmeter soll der Betrieb in den nächsten Jahren wachsen. Bleser: "Das macht ungefähr eine Halle aus. Es besteht auf jeden Fall Wachstumspotenzial." Platz ist genug da: Das gesamte Betriebsgelände hat 16000 Quadratmeter.

Ebenso wird das Personal um 15 Mitarbeiter aufgestockt. Bäcker oder gelernte Süßwarenfachkräfte werden bei Nappo beschäftigt, aber auch Ungelernte in der Verpackung oder im Lager. Die neuen Mitarbeiter sind zum Teil aus dem Stamm der Leiharbeitskräfte rekrutiert worden. Irma Klinger ist froh, dass sie nach einem Jahr in Zeitarbeit wieder eine feste Stelle hat. In der nach Schokoladenstaub duftenden Halle kümmert sie sich darum, dass die Produktion reibungslos verläuft und die Riegel gut verpackt werden.

Erweitert wird auch der Fabrikverkauf: Am 24. November um 10 Uhr soll der auf 55 Quadratmeter vergrößerte Laden unter dem Titel "NappoLand" eröffnen. Auch die Öffnungszeiten werden ausgeweitet.

2000: Gründung der Firma Hellesia in Kempen, die im Auftrag anderer Unternehmen Süßwaren herstellt. Zu der Zeit wurde schon für Nappo (Krefeld) in Kempen mit etwa 25 Mitarbeitern produziert. 2006: Hellesia kauft die Marken Nappo und Moritz GmbH. 2007: Im Januar wird die Produktion komplett nach Kempen verlagert, das Krefelder Werk schließt. Mitarbeiter aus Krefeld werden übernommen. 2009: In diesen Tagen ist die Erweiterung fertiggestellt worden. Jetzt hat die Firma 8000 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche. 15neue Arbeitsplätze sollen mittelfristig hinzukommen.

Der Standort Kempen soll weiter ausgebaut werden.

Der Laden ist auf 55 Quadratmeter vergrößert worden. Eröffnung ist am Dienstag. Die Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10-18 und Sa. 9-14 Uhr.

Ganz neu im Sortiment ist das Nappo Soft, das etwas weicher ist als das herkömmliche. Darüber hinaus werden weitere Rezepturen entwickelt. "Die Kunden wünschen das", sagt Kurt Inderhees.

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