Der Dachdecker ist mit der Ehrenurkunde der Handwerkskammer ausgezeichnet worden.

Manfred Kiel (M.) wird von Obermeister Dirk Kohlen (l.) und Geschäftsführer  Marc Peters in der Anrather Hausbrauerei Schmitz-Mönk geehrt.
Manfred Kiel (M.) wird von Obermeister Dirk Kohlen (l.) und Geschäftsführer Marc Peters in der Anrather Hausbrauerei Schmitz-Mönk geehrt.

Manfred Kiel (M.) wird von Obermeister Dirk Kohlen (l.) und Geschäftsführer Marc Peters in der Anrather Hausbrauerei Schmitz-Mönk geehrt.

Manfred Kiel (M.) wird von Obermeister Dirk Kohlen (l.) und Geschäftsführer Marc Peters in der Anrather Hausbrauerei Schmitz-Mönk geehrt.

Kempen. Manfred Kiel passt nicht so recht ins Flachland. Ihn zieht es nach oben. "In der Höhe fühle ich mich am wohlsten", sagt der 52-Jährige. Kein Wunder also, dass er Dachdecker wurde. Seit 25Jahren ist er mit seinem Unternehmen erfolgreich.

Zum Jubiläum erhielt die Manfred Kiel Bedachungs GmbH jetzt die Ehrenurkunde der Handwerkskammer Düsseldorf. Dirk Kohlen, Obermeister der Dachdecker-Innung Kreis Viersen, und Geschäftsführer Marc Peters von der Kreishandwerkerschaft Niederrhein überreichten ihm die Auszeichnung auf der Innungsversammlung in Anrath.

Als Manfred Kiel vor einigen Jahren das bei einem Sturm beschädigte Dach der Propsteikirche in Kempen reparieren sollte, konnte der herbeigerufene Kran nicht auf Anhieb richtig positioniert werden.

Der Dachdeckermeister fackelte nicht lange: "Dann gehe ich eben hoch." Sprach’s - und kletterte an einem Seil zur Turmspitze in 50 Metern Höhe, um die abgefallenen Schieferplatten zu ersetzen. Höhenangst ist ihm völlig unbekannt: In seiner Freizeit bringt er anderen Wagemutigen das Fallschirmspringen bei und nimmt sie zu Tandem-Sprüngen mit.

Mit seinem Unternehmen arbeitet der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Söhnen vor allem für Privatkunden. Der in Klixdorf ansässige Betrieb beschäftigt sieben Mitarbeiter.

Kiel bietet die gesamte Bandbreite des Dachdeckerhandwerks. Doch seine Spezialität sind Arbeiten mit Schiefer. "Ein Schieferdach lebt", schwärmt der gebürtige Gocher, "da gibt es Struktur im Stein und Bruchstellen."

Manchmal deckt er komplette Dächer mit dem natürlichen Gestein, das teurer ist als Ziegel und aufwändiger bearbeitet werden muss. Kiel: "Dafür hält ein Schieferdach auch 200 Jahre." Mindestens.

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