Bauernmarkt: Leckeres und Interessantes rund ums Leben auf dem Land gab es am Sonntag in der Kempener Altstadt. Auch der Gesundheitstag lockte Besucher an.

Impressionen aus der Altstadt: Ferkelrennen sowie Blumen und Kürbisse auf dem Bauernmarkt.
Impressionen aus der Altstadt: Ferkelrennen sowie Blumen und Kürbisse auf dem Bauernmarkt.

Impressionen aus der Altstadt: Ferkelrennen sowie Blumen und Kürbisse auf dem Bauernmarkt.

Lübke

Impressionen aus der Altstadt: Ferkelrennen sowie Blumen und Kürbisse auf dem Bauernmarkt.

Kempen. "Der Bauernmarkt hat sich voll etabliert, die Landwirtschaft ist sehr, sehr zufrieden": Bürgermeister Volker Rübo zog bereits am Sonntagmittag eine positive Bilanz. Tatsächlich war der mittlerweile dritte Markt hervorragend besucht, und die Menschen bekamen Interessantes, Leckeres und zum Teil auch Außergewöhnliches geboten.

Frisch gepresster Apfelsaft und jede Stunde Ferkelrennen

Aus dem Traarer Milchbauern Karl-Heinz Schulte-Bockhold wurde am Sonntag ein Apfelsaftbauer. Er verarbeitete zentnerweise Äpfel aus der Apfelstadt Tönisvorst zu Saft und muss sich dabei mit seinen 53 Jahren ungemein jung vorgekommen sein: Der kleine Deutz-Traktor ist Baujahr 1949, die Apfelreibe wurde Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt und die Apfelsaft-Presse ist auch schon rund 100 Jahre alt - diese Maschinerie war eine von zahlreichen Attraktionen.

"Anfassen auf eigene Gefahr", war an der Ferkelbox der Kempener Landjugendbewegung zu lesen. 13 Wochen alte Ferkel absolvierten stündlich ein Rennen, am Ziel wartete eine Belohnung in Form von Futter.

Kinder tasten sich an ausgestopfte Tiere heran

Keine Gefahr ging ein, wer die Tiere der Rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft Viersen berührte, weil es sich um präparierte Exemplare handelt. Thorsten Jonetat, der die Waldschule betreute, macht immer wieder die Erfahrung, dass Kinder nicht zwischen Hase und Kaninchen unterscheiden können. Auch wüssten viele Menschen nicht, dass es in der Region auch Füchse und Rehe gibt. So manche Kinderhand streichelte das ausgestopfte Rehkitz. Peter Tietze aus Wachtendonk verkaufte Holzklompen als ideales Schuhwerk für die Gartenarbeit.

Wer zu Hause ausgiebig gefrühstückt hatte, musste bald erkennen, dass dies ein taktischer Fehler war: Die Verlockung, etwas Außergewöhnliches zu probieren, war nämlich groß. Am Citroen-Oldtimer mit der Aufschrift "La petite France" gab es Elsässer Flammkuchen in allen erdenklichen Varianten, überall standen Schilder mit Botschaften wie "Heute Probiertag". Und es bestand unter anderem die Gelegenheit, Kürbisbowle zu probieren.

Volker Rübo hofft, dass die Besucher zu folgender Erkenntnis gelangt sind: Es macht Sinn, für gute landwirtschaftliche Produkte einige Cent mehr auszugeben.

Auch der Wohlfühl- und Gesundheitstag lockte Besucher

So sehr umlagert die 60 Stände des Bauernmarktes auch waren: Der Wohlfühl- und Gesundheitstag mit 40 Ständen auf der Kuhstraße hatte ebenfalls sein Publikum. "Ganzheitliche Entgiftung", "Bewusstheit durch Bewegung" und "Faszination Darm" hießen hier die Themen. Ki-Ok Yi aus Korea stellte ein Gerät zur häuslichen Darmreinigung vor, dass von der Firma Nae-Clear in Viersen vertrieben wird. Seine Vision: Dass die tägliche maschinelle Darmreinigung eines Tages so selbstverständlich ist wie heute der tägliche Griff zur Zahnbürste.

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