Zum Valentinstag wartet die City mit einigen Überraschungen auf. Ferner: Auf der Suche nach Miss Minirock, Dessous-Prinzessin unter den Top-Ten.

Kempen. Am Samstag ist Valentinstag! Das bedeutet für viele Verliebte Sektfrühstück im Bett, rote Rosen und ein romantisches Dinner bei Kerzenschein zu zweit. Zum Rundum-sorglos-Paket auf Wolke Sieben gehören eben kleine nette Aufmerksamkeiten - wie Christine Tonndorf vom Haus der Geschenke am Buttermarkt 20 bestätigt. "Wir haben genau das Richtige für Verliebte im Angebot", sagt sie und zeigt eine rosenrote Porzellanspardose in Herzform. Mit ihr ist auch in Zeiten knapper Kassen der Grundstein für den nächsten Liebesurlaub schnell gelegt. Für die Sammler unter den Pärchen hat Tonndorf den Gilde-Clown "Luftpost" im Angebot, der einen Herzluftballon steigen lässt.

Liebe geht durch den Magen

Zum Tag der Liebenden hat sich auch Armin Horst ’was Feines ausgedacht. "Zum ersten Mal in 23 Jahren bereite ich meinen Gästen am Samstagabend ein Valentins-Menü", sagt der Koch des Lokals Ellen-Poort. Was in dem Restaurant an der Ellenstraße 36 geboten wird? Lassen Sie sich überraschen! Nur so viel: Das schweinisch gut schmeckende Filet kommt im Speckmantel auf den Teller. Morgen wird das benachbarte Treppchen, Ellenstraße35, dann seinem Ruf als Prinzenburg gerecht: Ab 11.11 Uhr ist närrischer Frühschoppen. Nicht nur die Bedienung reicht kostümiert die Bierchen...

Narren hüpfen im Pyjama ins Wasser

Der Narr, der eher auf Wasser denn auf Bier steht, sollte Rosenmontag ins Schwimmbad. Im aqua-sol an der Berliner Allee 53 lädt Badleiter Wolfgang Werthschulte von 10 bis 18 Uhr zur ersten Pyjama-Party ein. Im Schlafanzug ins Wasser hüpfen- wow, da kommt Freude auf. Gespannt sind wir nur, ob sich der 51-Jährige auch selbst im Schlafrock ins nass-jecke Vergnügen stürzt...?

Mr.Ordnungsamt hilft gerne aus

Von wegen "tschüss Amt": Helmuth Ohletz krempelt die Ärmel wieder hoch. Der 65-Jährige, der vor nicht mal einem Jahr als Leiter des Ordnungsamtes in den Ruhestand verabschiedet wurde, hilft an zwei Nachmittagen in der Woche auf seiner alten Dienststelle im Haus Basels an der Neustraße 32 aus. Für Ohletz nichts Neues: 35 Jahre leitete der gebürtige Duisburger dieses Kempener Amt, bevor er sich im April 2008 endgültig aufs Rad setzte, freundlich winkte und sich fortan nur noch um den Garten im heimischen Blumenviertel kümmern wollte. Doch als sein Nachfolger im Amt krank wurde und ihm zufällig Bürgermeister Karl Hensel über den Weg lief, war schnell klar: Helmuth macht et. Den Aktenberg an Verkehrs-Angelegenheiten hat Ohletz schnell abgearbeitet. Der Kontakt zu den ehemaligen Kollegen tut gut, aber das Ende des Gastspiels ist in Sicht: Der Nachfolger ist auf dem Weg der Besserung. Danke, HO.

Kilders: Ladenlokal wird vermietet

Da sind einigen Lesern bei der Lektüre des letzten Altstadt-Geflüsters aber die Pferde durchgegangen: Keinesfalls das Kilders-Haus steht zum Verkauf. Lediglich das 220 Quadratmeter große Ladenlokal von Porzellan Kilders an der Peterstraße 8 soll vermietet werden. Trotzdem schade: Das Geschäft für gehobene Tischkultur existiert seit 1887, mittlerweile in vierter Familien-Generation. Eine 122-jährige Tradition der Altstadt neigt sich also dem Ende entgegen.

Pelze Peters: Ende 2009 ist Schluss

Mit Pelze Peters hört Ende des Jahres ein weiterer Altstadt-Dino auf. Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an- diesen Udo-Jürgens-Song hat sich Günther Britz (Foto) zu Herzen genommen. Am Samstagstartet im knapp 100 Quadratmeter großen Ladenlokal an der Ecke Kuh-/Tiefstraße der Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe. Ab 2010 will sich der Kürschnermeister mehr seinen Hobbys widmen: Neben dem Skatclub im Kempsche Huus das Radfahren mit seiner Frau Marianne, die Kürschnerin ist. "Vielleicht entdecken wir ja unser gemeinsames Hobby Tanzen wieder", schmunzelt der Kölner, der das 1953 gegründete Geschäft anno 1980 von Elsa Peters übernahm. Britz, seit 2000 als Kassierer im Vorstand des Werberings, verspricht: "Auch als Pensionäre bleiben wir in der Altstadt wohnen."

Das spanische Stimmwunder

Der musikalische Wanderzirkus des Martin Engelien macht am Samstag wieder Station im Stradivari. Diesmal holt der Bassist für seine Session "Go Music" den Gitarristen Jon Rosenau, den Schlagzeuger Felix Lehrmann und die Sängerin Sylvia Gonzalez Bolivar auf die Bühne. Die Spanierin hat schon Marianne Rosenberg oder Uwe Ochsenknecht stimmlich auf die Sprünge geholfen. Wenn das kein Grund ist, am Samstag um 20 Uhr in die Pinte an der St.Huberter Straße 20 vorbeizuschauen. Eintritt neun Euro.

Jealous Princess: Top-Ten in Dessous

"Ein Königreich für alle, die kleine Sünden so aufregend finden wie ich." Mit dieser Aussage hat Julia Brenk im März 2007 an der Kirchstraße 2 sowie im Juni 2008 an der Judenstraße11 ihre Wäschegeschäfte "Jealous Princess" eröffnet. Während die 28-Jährige an der Kirchstraße im 260 Jahre alten Haus Dessous, Lingerie und Bademoden anbietet, gibt es 100Meter weiter auf der Judenstraße schlichte Wäsche für jeden Zweck. Das Fachmagazin Sous, Ausrichter des Wettbewerbs "Sterne der Wäsche", hat "Jealous Princess" zu den zehn besten deutschen Dessous-Geschäften gewählt. "Dank der persönlichen Note und guten Beratung gehört das außergewöhnliche Geschäft zu den besten in der Kategorie New Looks", sagt Sous-Redakteurin Simone Sperle. Ein reizender Preis!

 

Double-Party im NT-News

Freddie Mercury, James Bond, Marilyn Monroe, Elvis- sie alle dürfen am 19. und 20.Februar im NT-News auftreten. "Natürlich als Double", sagt Wirt Theo Nikolaidis, der an diesen närrischen Tagen zur Karnevalsparty in sein Lokal an der Peterstraße 26 einlädt. Die drei besten Kostüme werden prämiert. Bei der Motto-Party gibt’s auch einen DJ und eine Karaoke-Show.

Prinzenfrühstück im Peerbooms

Manfred Oomen (57) kannte Theo und Karin Balters schon, als sie noch in Zivil in St.Hubert an der Bahnstraße bei ihm die Brötchen gekauft haben. Jetzt befinden sich TheoI. und KarinI. auf der Zielgeraden ihrer dreijährigen Narren-Regentschaft, und Oomen ist Besitzer des Café Peerbooms am Buttermarkt 21. Da war es für den Bäcker selbstverständlich, dass er die Tollitäten nicht nur werbewirksam auf seinen Pralinen abgebildet hat. Am Samstag sind Theo und Karin zum "letzten Prinzenfrühstück" samt Gefolge ins Peerbooms eingeladen. "Ich möchte mich auf diesem Wege für die schönen drei Karnevalsjahre beim Prinzenpaar bedanken", sagt Oomen.

Ein Ehrenleutnant und Armani

Wer gedacht hat, dass unser Altstadt-Modemacher Bernd Lübbenjans Nadel und Faden aus der Hand gelegt hat, nachdem er kürzlich zum 11.Ehrenleutnant der Prinzengarde ernannt worden ist, hat sich in den Finger geschnitten. Drei Tage nach Aschermittwoch lädt der "Armani vom Niederrhein", der seit den 80er-Jahren mit feiner Damenbekleidung aufwartet und seit fünf Jahren im Klefischhaus am Buttermarkt eine Top-Fashion-Adresse hat, in seine Manufaktur an der Hülser Straße 63. Show & Shopping ist dort angesagt. Models zeigen die aktuellen Frühjahr- und Sommerkreationen des 62-Jährigen.

 

Englischen Minis auf der Spur

75 Jahre alt ist Minirock-Erfinderin Mary Quant geworden. Als Geschenk gab’s eine Briefmarke von der englischen Post. Locker lässt sich in Kempen in mini Röckchen kaufen. Nur: Wo gibt’s das Märkchen dazu? Die Post am Moorenring1-5 hat sie nicht, dafür eine Telefonnummer. Schade, die Sammelstelle der Deutschen Post hilft nur bei deutschen Marken. Unter der Nummer von Norbert Hinner vom Philatelistenverein und bei Schreibwaren Beckers gibt’s einen besseren Tipp. Der Phila-Handel an der Vorster Straße 10 kann helfen. Geschäftsführer Peter Kuhler postwendend: Mary Quants Mini-Rock gehört in eine Serie von zehn Marken zu britischen Design-Klassikern und ist als Single nicht zu haben. Die Serie kostet 9 Euro. Allerdings für mindestens zwei Minis: Rock und Rover.

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