Theater: Sieben Mädchen und ein Junge spielen „Ein ungleiches Paar“ von Neil Simon in einer fast leeren Aula.

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Florence (Carolin Weise 2.v.r.) ist verzweifelt. Ihr Mann Sydney hat sie vor die Tür gesetzt. Mickey (Jana Falk, 2.v.l.) versucht sie zu beruhigen.

Florence (Carolin Weise 2.v.r.) ist verzweifelt. Ihr Mann Sydney hat sie vor die Tür gesetzt. Mickey (Jana Falk, 2.v.l.) versucht sie zu beruhigen.

Kurt Lübke

Florence (Carolin Weise 2.v.r.) ist verzweifelt. Ihr Mann Sydney hat sie vor die Tür gesetzt. Mickey (Jana Falk, 2.v.l.) versucht sie zu beruhigen.

Kempen. Was passiert, wenn eine perfekte Hausfrau und Köchin in das Appartement einer schlampigen und schludrigen Freundin einzieht? Diese Situation samt all ihren Konsequenzen konnten die Besucher am Wochenende im LvD erleben. Die Theater-AG präsentierte das Stück "Ein ungleiches Paar" von Neil Simon.

Olive (wunderbar genervt und ironisch: Christina Nick), lebt zwar alleine, schickt aber ihrem Ex-Mann immer wieder Geld, wenn er anruft. "Ich kann nichts dafür, wenn er winselt bin ich einfach machtlos!"

Als ihre Freundin Florence von ihrem Mann vor die Tür gesetzt wurde, zieht sie bei Olive ein - und verwandelt das gammelige Appartement in ein hübsches Heim "wie aus Schöner Wohnen". Carolin Weise spielt die Hausfrau aus Berufung mit Leib und Seele. Beide machen dem Namen des Stückes alle Ehre.

Die ganze Szenerie wird von den gemeinsamen Freundinnen abgerundet, die sich einmal die Woche zu einem Spieleabend in Olives Wohnung versammeln. Auch hier wird kein Klischee ausgelassen. Die taffe Polizistin (Jana Falk), das blonde Dummchen (Clara Reichmann), alle haben sie ihren Platz.

Das Chaos wird perfekt, als sich die beiden Mitbewohnerinnen wider Willen mit zwei feurigen Spaniern verabreden. Da sorgt nicht nur die eine oder andere Sprachbarriere für Chaos...

Die Theater-AG am LvD besteht seit zwei Jahren, ihre erste Produktion war "Grimm’s Most wanted" im Jahr 2007. "Ein ungleiches Paar" ist die zweite Produktion der Gruppe, Lehrer Thorsten Terschlüsen führt zum ersten Mal Regie. Die fehlende Erfahrung merkt man den Akteuren an, etwa wenn die Darstellerinnen in den hohen Tonlagen unverständlich werden, oder sich der eine oder andere Texthänger einschleicht. Trotzdem boten die Schauspieler aus den Jahrgängen 9 bis 12 einen unterhaltsamen Abend, der mit Sicherheit mehr als nur 30 Zuschauer verdient gehabt hätte.

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