Die KG „Alles det met“ feiert im Saal „Zur Mühle“ mit einem gut aufgelegten närrischen Publikum eine zünftige Sause.

Nach 20 Jahren Pause ging Erich Rütten als „Doofe Nuss“ wieder in die Bütt. Laute Lachsalven waren dem Urgestein sicher.
Nach 20 Jahren Pause ging Erich Rütten als „Doofe Nuss“ wieder in die Bütt. Laute Lachsalven waren dem Urgestein sicher.

Nach 20 Jahren Pause ging Erich Rütten als „Doofe Nuss“ wieder in die Bütt. Laute Lachsalven waren dem Urgestein sicher.

Kurt Lübke

Nach 20 Jahren Pause ging Erich Rütten als „Doofe Nuss“ wieder in die Bütt. Laute Lachsalven waren dem Urgestein sicher.

Kaldenkirchen. Erich Rütten ist ein Urgestein. Nach 20 Jahren Pause war er beim 75-jährigen KG-Jubiläum im Vorjahr wieder in die Bütt gegangen. Der karnevalistische Bazillus infizierte ihn erneut, Lachsalven waren ihm sicher.

Norbert Geraats, gut aufgelegter Sitzungspräsident beim Büttenabend im Saal "Zur Mühle", freute sich auch über die Damen im Elferrat und brachte es auf den Punkt, als "Das rote Pferd" auftrat: "Der Saal wirkt wie aufgelöst!"

Seit dem 75-Jährigen im Vorjahr haben die Karnevalisten wieder zwei Abende im Programm. Der zweite Abend am Karnevalssamstag ist bereits ausverkauft. "Nesthocker" Tobias Schmitz ging als Erster in die Bütt, um das kaum noch vorhandene Eis zu brechen.

Denn zuvor hatten der Hoppeditz, das Stadtprinzenpaar Arthur I. (Omland) und Simone II. (Humml) sowie das "vereinseigene" Kinderprinzenpaar bereits dafür gesorgt, dass die Stimmung im Saal sehr schnell den Siedepunkt erreichte. Mutig gab der auf der Bühne groß gewordene Tobias Schmitz seine alltäglichen Erfahrungen weiter.

Eigengewächse ließen das Publikum auf die Stühle steigen und mitsingen

Eigengewächse trugen bei der Playback-Darbietung dazu bei, dass etliche Begeisterte im Saal - ein altersmäßig durchaus gemischtes Publikum - auf den Stühlen standen, mitsagen und -klatschten. Als "schöner Mann" zeigte Ralf Engbrocks auch Verständnis dafür, wenn es beim Publikum etwas länger dauerte, ehe es die Pointe verstanden hatte. Und die Brucher Bachstelzen - seit vielen Jahren aus dem Programm nicht wegzudenken - sangen und rockten die "Mühle" gewissermaßen ab.

Das Männerballett überzeugte in schmucken Kostümen mit Eleganz

Das wöchentliche Training der "Föttchensföhler" hatte sich gelohnt: Männerballett, auch das gab es oft bei "Alles det met". In ihren schmucken Kostümen ließen die eleganten Männer vor allem die Herzen der Damen höher schlagen. "Seit 1934 macht ,Alles det met’ die Kaldenkirchener im Karneval fit", reimte das Kinderprinzenpaar BjörnI. (Geraedts) und Prinzessin JoannaI. (Fitzen) in seiner frisch vorgetragenen Regierungserklärung.

Paradestücke der Karnevalsgesellschaft sind die Tanzgruppen: Die Mini-Garde - sie bedankte sich für die neuen Kostüme - trat erstmals bei einer Sitzung auf. Auch von den Junioren und der großen Garde war das Publikum entzückt.

Und dann die Solomariechen: Pia Sieburg (8) tanzte wie ein Wirbelwind und erntete Riesenbeifall, als sie auf die Frage des Präsidenten nach einer Zugabe kess meinte: "Nein, ich habe keine Kraft mehr!" Tatiana Willers (17) und Katrin Gerats (18) kann man schon als "alte Häsinnen" bezeichnen: Zackige Schritte, schwierige Akrobatik, neue Elemente. Sie sind mit Leib und Seele dabei.

Das Kirchhoff-Trio verführte zum Schunkeln. Heinz-Peter Fassbender bewies als Bundeswehrsoldat, dass er ein Profi ist. Nikola Brüster und Ellen Geraats wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Und das große Finale war eine "Après Ski Party". Norbert Geraats versprach, beim Tulpensonntagszug mit 111 Fröschen dabei zu sein.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer