Am 13. und 14. Mai spielen 72 Mannschaften der Altersklasse U 9 aus ganz Europa auf vier Plätzen in Kempen.

Bereits im vergangenen Jahr sorgte das Kempener Jugendturnier für Aufsehen. Hier spielen der SV Thomasstadt und Hansa Rostock (rot) gegeneinander.
Bereits im vergangenen Jahr sorgte das Kempener Jugendturnier für Aufsehen. Hier spielen der SV Thomasstadt und Hansa Rostock (rot) gegeneinander.

Bereits im vergangenen Jahr sorgte das Kempener Jugendturnier für Aufsehen. Hier spielen der SV Thomasstadt und Hansa Rostock (rot) gegeneinander.

Kurt Lübke

Bereits im vergangenen Jahr sorgte das Kempener Jugendturnier für Aufsehen. Hier spielen der SV Thomasstadt und Hansa Rostock (rot) gegeneinander.

Kempen. 72 Mannschaften mit 1000 Spielern aus 13 Nationen – allein diese Zahlen machen deutlich, was für eine Mammutaufgabe die Organisation der zweiten Auflage des U9-Kempen-Cup für Nachwuchsfußballer ist. Circa 200 ehrenamtliche Helfer sind nötig, um dieses zweitägige Event am Samstag, 13., und Sonntag, 14. Mai, stemmen zu können.

Dabei sind unter anderem Juventus Turin und Manchester City

Deshalb haben sich auch in diesem Jahr wieder die drei Kempener Fußballvereine Thomasstadt Kempen, TuS St. Hubert und VfL Tönisberg zusammengetan, um das Turnier zu organisieren. „Eine solche Zusammenarbeit ist sicher nicht selbstverständlich. Es geht dabei aber eben nicht um Konkurrenz“, betonen Ulrich Klering, Vorsitzender von Thomasstadt, und Michael Beenen, zweiter Vorsitzender, übereinstimmend.

Aber auch finanziell wird den Organisatoren einiges abverlangt. Der Etat liegt bei weit über 10 000 Euro, wobei die Sparkasse unter den insgesamt 70 Sponsoren aus Kempen und Umgebung den größten Anteil übernimmt. „Für die Sparkasse ist das fast selbstverständlich. Wir sind der größte nicht staatliche Sportförderer im Land“, sagt Gunnar Nienhaus, Leiter der Kempener Sparkassenfiliale.

Das Teilnehmerfeld liest sich, wie das „Who is who“ des europäischen Fußballs. Juventus Turin, Manchester City und AC Mailand sind dafür nur einige Beispiele. Die weiteste Anreise haben übrigens die Jungs von Lokomotive Moskau, die bis nach Kempen genau 2356 Kilometer zurücklegen müssen. Aus der Bundesliga nehmen unter anderem Titelverteidiger Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04 und RB Leipzig teil. Der FC Bayern ist in diesem Jahr nicht mehr dabei. Neuerdings nehmen dort die Jüngsten nur noch an Turnieren teil, die nicht weiter als 200 Kilometer von München entfernt sind.

Natürlich schicken auch die Ausrichter ihre F-Jugend-Teams (U9) ins Rennen: Thomasstadt ist mit drei und Tönisberg mit zwei Mannschaften vertreten. Hinzu kommt je ein Team der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Grefrath und von Union Nettetal. Auch der SV St. Tönis ist vertreten. Insgesamt werden an den beiden Tagen 400 Spiele ausgetragen. „Damit ist unsere Veranstaltung eines der größten europäischen Jugendturniere“, sagt Michael Beenen von Thomasstadt.

Gespielt wird in Kempen, St. Hubert und Tönisberg

Spielorte sind wie bisher Kempen (Sportzentrum Berliner Allee und Ludwig-Jahn-Platz), St. Hubert (Sportplatz Stendener Straße) und Tönisberg (Sportplatz Schaephuysener Straße). Zum ersten Mal wird auf dem Ludwig-Jahn-Platz gespielt. Das wurde notwendig, nachdem das Teilnehmerfeld noch einmal um zwölf Mannschaften erweitert wurde.

Die heiße Phase der Vorbereitung hat bei den drei ausrichtenden Vereinen schon vor rund einem halben Jahr begonnen. „Seit Oktober haben wir alle zwei Wochen ein Turniermeeting“, sagt Beenen. Da geht es oft auch um Kleinigkeiten. So gibt es Vereine, die für ihre Kinder mindestens eine Unterbringung in einem Drei-Sterne-Hotel verlangen. Die meisten Spieler und ihre Begleiter werden allerdings privat bei Familien untergebracht. Im vergangenen Jahr gab es Beschwerden, weil einigen Mannschaften der Rasen nicht kurz genug geschnitten war. Also muss mit der Stadt Kempen abgestimmt werden, dass das Grün kurz vor dem Turnier noch einmal auf die richtige Höhe gebracht wird.

Die Vertreter einiger Vereine – darunter Manchester und Fulham – kamen sogar schon vor einigen Wochen nach Kempen, um zu sehen, ob die Bedingungen vor Ort ihren Vorstellungen entsprechen.

Trotz solcher Forderungen soll für die Kinder natürlich der Spaß und nicht der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund stehen. Deshalb werden auch alle 72 Mannschaften als Erinnerung an das Turnierwochenende einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer