Die Grefrather Band „Feinstes Fleisch“ begeistert mit neuen Liedern – Ohrwurmcharakter inklusive.

Richtig voll war es am späten Samstagabend beim Konzert von „Feinstes Fleisch“. Alle Gäste wollten einen Blick auf die Bühne werfen.
Richtig voll war es am späten Samstagabend beim Konzert von „Feinstes Fleisch“. Alle Gäste wollten einen Blick auf die Bühne werfen.

Richtig voll war es am späten Samstagabend beim Konzert von „Feinstes Fleisch“. Alle Gäste wollten einen Blick auf die Bühne werfen.

Richtig voll war es am späten Samstagabend beim Konzert von „Feinstes Fleisch“. Alle Gäste wollten einen Blick auf die Bühne werfen.

Kempen. Dieses Fleisch zergeht nicht auf der Zunge, es schmeichelt den Ohren. Rund 250 Gäste kamen am Samstag in den Kulturbahnhof, um die Grefrather Band „Feinstes Fleisch“ zu hören – feine Kost für Herz und Hirn, ein ordentlicher Ohrenschmaus.

Dazu gehörten neun neue Stücke mit dem Klang einer visionären Visitenkarte: Geradlinig, rockig, vielseitig.

Auf den melodiösen Beginn folgte begeistertes Klatschen („Genug“) und eine groovige Wohlfühlwelle in „Du bist wie das Meer“ inklusive Mitsing-Garantie im Kunstnebel.

Die uraufgeführte „Sabine“ klebte an ihren vier Grundakkorden, während das Quartett vor „Im nächsten Leben“ erstmals den ironischen Augenaufschlag übte: Zur Jeopardy-Melodie durfte heiter ein in die Höhe gehaltenes Instrument erraten werden.

„Richtig, das ist eine Posaune“, jubilierte Sänger Felix. Der eigentliche Song entpuppte sich als von Mollharmonik getriebener Ska, vor Wehmut und Aufbruch strotzend.

Hämmernde Drums, gebratene Gitarren, zweistimmiger Gesang

„No Comment“ trat mit einem Mix aus Rock, Blues und Funk auf.

Dazu gehören Felix Ehren (Gitarre, Gesang), Christopher Janowski (Gitarre), Jan Mündges (Bass) und Alex Klingen (Schlagzeug).

Übrigens: Das Partymotto war „InKUBAtion“ – und passte exakt. Der medizinische Begriff meint die Zeit bei Infektionskrankheiten zwischen Ansteckung und ersten Krankheitserscheinungen.

Übertragen ließe sich sagen: Einmal gehört, bleibt „Feinstes Fleisch“ im Kopf. Der Ohrwurmcharakter ist wie bei der „Straße zum Glück“ unverkennbar.

Das Schwelgen in vergangenen Zeiten („Das Foto“) setzen die Vier musikalisch in Dur-Moll-Wechsel um, lösen die Melancholie geschickt auf. Hämmernde Drums, gebratene Gitarren und zweistimmiger Gesang weisen hin auf harte „Vier Jahre“. Und die ironische Wendung in „Sag mir, dass Du mich willst“ ist eindringlich und direkt.

Drei Zugaben fordert das Publikum, gesegnete Mahlzeit! Gäbe es eine Speisekarte der Musik – die Grefrather Band wäre eine herzhafte lokale Spezialität mit Biss.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer