Die Filiale des Essener Konzerns mit seinen 31 Mitarbeitern wird binnen zwei Monaten geschlossen.

Früher Karstadt, heute Hertie: Das Kaufhaus gehört fest zum Ortsbild von Lobberich.
Früher Karstadt, heute Hertie: Das Kaufhaus gehört fest zum Ortsbild von Lobberich.

Früher Karstadt, heute Hertie: Das Kaufhaus gehört fest zum Ortsbild von Lobberich.

Frank Hohnen

Früher Karstadt, heute Hertie: Das Kaufhaus gehört fest zum Ortsbild von Lobberich.

Lobberich. Das Warenhaus-Sterben hat nun endgültig auch die Traditionsmarke Hertie erreicht: Erst die Insolvenz, jetzt die komplette Schließung. Damit ist auch die letzte Chance auf Weiterbeschäftigung für die 21 Mitarbeiter in der Lobbericher Hertie-Filiale an der von-Bocholtz-Straße 31 vorbei. In nicht mal zwei Monaten soll die Filiale dicht sein.

"Die Nachricht muss ich jetzt erst mal verdauen."

Marion Schmeer, Filialleiterin

"Diese Nachricht muss ich jetzt erst einmal verdauen. Das braucht sicher seine Zeit", sagt Hertie-Chefin Marion Schmeer gegenüber unserer Redaktion. Sie hatte erst vor zwei Wochen Stefan Blum als Filialleiterin abgelöst.

Mit vielen Mitarbeitern hat sie gestern Gespräche geführt, denn alle wollen eigentlich nur eines wissen: Wie lange haben sie noch einen Job, wie lange bekommen sie Geld.

"Aber wie der Ablauf bei der Filial-Schließung in Lobberich sein wird und wie schnell alles geht, weiß ich noch gar nicht. Darüber war aus der Konzernzentrale in Essen noch nichts zu erfahren", sagt Schmeer.

Die Stimmung unter den Mitarbeitern sei bedrückend. Bis zuletzt habe man auf eine Einigung mit den Gläubigern gehofft. "Die Verbundenheit zu diesem Haus ist in unserem Team extrem hoch, da viele schon sehr lange dabei sind", sagt Schmeer.

In der Lobbericher Filiale gibt es 21 Mitarbeiter. Viele arbeiteten schon zu Karstadt-Zeiten an der von-Bocholtz-Straße.

Nicht mal zwei Jahre war Stefan Blum der lokale Hertie-Chef. Ihm ist vor zwei Wochen Marion Schmeer gefolgt, die auch das Haus in Hilden leitet.

Jetzt will sie sich besonders um Sarah Weber (18) kümmern, die erst im vergangenen Jahr als neue Auszubildende unserer Redaktion vorgestellt wurde. Auch wie es mit ihr weitergeht, ist ungewiss.

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