Eine Saison lang trainierte der Jugendcoach auch die D-2-Jugend des TSV Kaldenkirchen.

Grenzland. Wegen Unzucht mit mindestens 14minderjährigen Jungen verurteilte das Bezirksgericht Roermond am Montag den selbsternannten Fußball-Scout und -Jugendtrainer Peter B. aus Venlo zu einer Gefängnisstrafe von 30 Monaten, davon zwölf Monate auf Bewährung. Unter dem Vorwand einer medizinischen Untersuchung soll er Geschlechtsteile betastet haben.

Das Gericht blieb deutlich unter dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Die hatte 42 Monate Haftstrafe, davon 18 Monate auf Bewährung, gefordert. Abgewiesen wurde der Antrag der Staatsanwaltschaft, dem 43-Jährigen mindestens sechs Jahre Berufsverbot als Fußballtrainer und Jugendbetreuer zu erteilen.

Dies bewerteten Prozessbeobachter als unverständlich, weil der Venloer bereits 2001 wegen Unzucht mit zwei minderjährigen Jungen verurteilt wurde. Schon damals gab es er sich als Scout von Proficlubs und Fußballtrainer aus.

B. wurde im Sommer 2008 verhaftet, nachdem es mehrere Strafanzeigen von Eltern minderjähriger Jungen gegeben hatte. Bei Trainingscamps in Mönchengladbach und im niederländischen Groesbeek soll er sich an den Jungen vergangen haben.

Eine Saison lang, bis April 2008, trainierte er auch die D-2-Jugend des TSV Kaldenkirchen. Und er hat viele Jahre als Schiedsrichter im Fußballkreis6 gepfiffen.

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