29 Piloten kamen zur Ausfahrt über die Straßen des Niederrheins am Samstag. Start und Ziel war der Markt in Grefrath.

Sehr viel Chrom rollte am Samstag in Grefrath über die Hohe Straße. 29 Teilnehmer starteten zur Tour.
Sehr viel Chrom rollte am Samstag in Grefrath über die Hohe Straße. 29 Teilnehmer starteten zur Tour.

Sehr viel Chrom rollte am Samstag in Grefrath über die Hohe Straße. 29 Teilnehmer starteten zur Tour.

Sehr viel Chrom rollte am Samstag in Grefrath über die Hohe Straße. 29 Teilnehmer starteten zur Tour.

Grefrath. Ausgerechnet in dem Moment, in dem die "Gangsterlimousine"- ein Citroen 11 CV - an den Start rollen soll, versagt der Motor. Doch Hilfe naht, Heinrich Wüllner steigt aus seiner weinroten 1966er DS und traut sich an den Motorblock. Mit Erfolg - schon blubbert das Schätzchen im Blechkleid wieder. "Die haben ein Eigenleben", schmunzelt der Mönchengladbacher, dem beide Oldtimer gehören. Er war einer von 29 Piloten, die am Samstag an der "1.Oldtimer-Ausfahrt" teilnahmen.

Unterwegs mussten die Teilnehmer Aufgaben lösen

Die Grefrather Unternehmerschaft, die Gemeinde und Hans-Wilhelm Knuffmann hatten den Tag organisiert. Start und Ziel war der Grefrather Marktplatz, von dort aus ging es 120 Kilometer weit über die Straßen des Niederrheins. Unterwegs mussten an verschiedenen Stationen unterschiedliche Aufgaben gelöst werden.

Mit dabei waren die Eheleute Monika und Heinz Kox aus Grefrath. "Durch Zufall" kamen sie 1992 an den anthrazit-grauen Mercedes 190, Baujahr 1958. Jetzt führten die Stern-Fahrer ihr edles Automobil an einem traumhaft sonnigen Herbsttag aus.

Die günstigen äußeren Umstände erfreuten auch Evi Schmidt und ihren Mann Guido: "Mit Verdeck sieht unser 1972er VW Käfer 1302 nicht schön aus. Zum Glück können wir offen fahren." Gerade Guido Schmidt, der seiner Frau den fahrbaren Untersatz vergangenes Jahr zu Ostern schenkte, wollte unbedingt mitfahren - und meldete sich an.

Nur "überflüssiges Chrom" sah Buchhändler Karl Gross beim Blick aus dem Ladenlokal: "Als kleiner Junge musste ich solche Autos immer putzen. Mein Vater war Vertreter, und das Auto war sein Aushängeschild", erinnert sich Gross.

Bei der Rundfahrt ging es darum mit Hilfe eines "Roadbooks" die richtige Route zu finden. Als Beleg mussten sich die Teams Stempel abholen und dazu an verschiedenen Stationen Aufgaben erfüllen, wie zum Beispiel Geschicklichkeitsübungen bestehen und Fragen beantworten.

Gewonnen haben Claudia Seidel und Jörg Kortmann mit ihrem MG B GT vor Hansgerd und Gisela Löllgen mit einem Porsche 911 E Targa. Den dritten Platz holte das Team Kohnen/Ferdinandus im Volvo Amazon.

Wind- und Motorgeräusche mag Familie Löllgen, die in einem schicken gelben Porsche 911 E Targa von 1972 saß. "Heute machen wir einen Familienausflug", scherzte Hansgerd Löllgen, der 2000 Stunden Arbeit in die Restauration des Oldies gesteckt hat. Insgesamt acht Autos hat er restauriert, sieht seine fünf Autos als Familienmitglieder an: "Das ist eine echte Beziehungssache."

Das älteste Fahrzeug war ein Opel aus dem Jahr 1930

Um 18 Uhr kamen die ersten Autos wieder auf dem Grefrather Marktplatz an. Bei der Siegerehrung wurden neben den besten Fährtensuchern auch das älteste Fahrzeug ausgezeichnet: Der Opel Typ 8 PS - obwohl er eigentlich 34 PS hat - ist vom 1. Januar 1930 und gehört Rudolf und Maria Symons aus Brüggen. Laut Besitzer gibt es von diesem Modell nur noch drei.

"Es war ein perfekter Tag", freute sich Hans-Wilhelm Knuffmann nach der Tour. Allen Teilnehmern habe es richtig gut gefallen und sie würden bei der nächsten Gelegenheit gerne wieder mitfahren.

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