Bei der 75-Jahr-Feier des Oedter Frauenchors wirft Hausherr Ralf Botschen Andreas Sonntag von den Grünen raus.

Hausherr der Villa Girmes: Ralf Botschen. (WZ-
Hausherr der Villa Girmes: Ralf Botschen. (WZ-

Hausherr der Villa Girmes: Ralf Botschen. (WZ-

Reimann

Hausherr der Villa Girmes: Ralf Botschen. (WZ-

Grefrath/Oedt. "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder." Gemäß dem Zitat von Johann Gottfried Seume (1763-1810) folgten am Sonntag geladene Gäste der Einladung des Oedter Frauenchors zur 75-Jahr-Feier in die Villa Girmes. Darunter auch der Grünen-Ratsherr Andreas Sonntag. Glückwünsche und ein Geldgeschenk wollte er dem Chor im Namen seiner Partei überreichen. Doch dazu kam es nicht.

"Auf einmal stand Herr Botschen in seiner Kellner-Livree vor mir und sagte: ’Wenn du Kaffee trinken willst, dann geh über die Straße", so Sonntag am Montag auf Anfrage unserer Redaktion. Er erläuterte: "Ich wohne gegenüber der Villa."

Als Grund für den Rausschmiss, vermutete Sonntag Ärger im Vorfeld. Zusammen mit Nachbarn habe man mehrmals beim Ordnungsamt wegen des Lärms nach 23 Uhr angerufen. Sonntag: "Bitten, die Haustür zu zumachen, damit es leiser wird, haben nicht gefruchtet."

Nach eigener Aussage habe er sich am Sonntag still zurückgezogen, um das Fest des Chores nicht zu stören. In einem Brief an den Chor und Bürgermeister Manfred Lommetz machte er seinem Ärger am Montag jedoch Luft.

"Wessen Nase mir nicht passt, den schmeiße ich raus", nahm Ralf Botschen gegenüber unserer Redaktion kein Blatt vor den Mund. Als Besitzer der Villa habe er das Recht dazu. Botschen: "Der Herr Sonntag ist so dreist, hier eine Tasse Kaffee trinken zu wollen. Seinetwegen hatten wir hier fünf Mal das Ordnungsamt und die Polizei. Ich lasse mich nicht anschwärzen."

Angesprochen, dass Sonntag auf Einladung des Frauenchors in der Villa weilte, meinte Botschen, dass er vom Chor noch nichts gehört habe und wiederholte: "Wem seine Nase mir nicht passt, der fliegt raus."

Chor-Vorsitzende Hanni Werner hat vom Rauswurf nichts mitbekommen: "Das hat mit uns nichts zu tun. Ich erinnere mich lieber an das schöne Fest und die gute Stimmung."

Bürgermeister Lommetz rät zur Versöhnung: "Ich setzte mich gerne mit Beiden an einen Tisch."

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