Ein Brand im Fabrikgebäude wird simuliert und verlangt den Blauröcken einiges ab.

Wehren aus Viersen und Grefrath proben bei der Firma Draftex den Ernstfall.
Wehren aus Viersen und Grefrath proben bei der Firma Draftex den Ernstfall.

Wehren aus Viersen und Grefrath proben bei der Firma Draftex den Ernstfall.

Friedhelm Reimann

Wehren aus Viersen und Grefrath proben bei der Firma Draftex den Ernstfall.

Grefrath. Feuer bei Draftex an der Bahnstraße: Am Freitagabend wurde die Grefrather Gesamtwehr gegen 19.30Uhr alarmiert. Ebenso die Blauröcke aus Süchteln.

Schnell trafen die Wagen auf dem östlichen Teil des Betriebsgeländes ein - zu einer Großübung. Beide Wehren haben schon früher zusammengearbeitet, unter andern, weil der Löschzug Süchteln eine Drehleiter hat.

Ein schwerer Fall: Das Feuer breitete sich über die Lüftungsanlage aus

Mit 85 Wehrleuten - einschließlich der Jugendwehr - und zehn Wagen waren die Grefrather Blauröcke im Einsatz. Es wurden auf dem Werksgelände zwei Abschnitte gebildet. Das Übungsobjekt war die Halle acht bei Draftex.

Das Szenario: Eine Extrusionsmaschine, die unter großer Hitze Gummiformteile herstellt, hatte Feuer gefangen. Dieses breitete sich rasch auf die Be- und Entlüftungsanlage aus. Schon nach kurzer Zeit war auch das Obergeschoss der Halle betroffen. Mehrere Beschäftigte waren im Gebäude eingeschlossen, und auf dem Dach der Halle saß ein Wartungstrupp der Firma fest. Außerdem musste im Innenhof des Versandlagers ein Flüssiggas-Tank vor Hitze und Feuer beschützt werden.

Zwölf Menschen wurden aus dem Obergeschoss "gerettet"

Die Wehren ging abschnittsweise vor. Unter Einsatz von Atemschutzgeräten ging es im Abschnitt eins an die Menschenrettung. Die Wasserversorgung bereitete keinerlei Schwierigkeiten. Denn das gab es von den Entnahmestellen an der Bahn- und Industriestraße sowie dem Pastoratshof.

Die Versorgung vom Pastoratshof stellte der Löschzug Süchteln sicher, der entlang der Industriestraße bis zum Versandhof für die Wasserzufuhr verantwortlich war. Auf dem Pastoratshof sorgten die Vinkrather Blauröcke für die Wasserzufuhr. Über die Bahnstraße wurde eine Schlauchbrücke gebaut. Die Fahrbahn war teilweise halbseitig gesperrt. Bei den Löscharbeiten kamen B- und C-Rohre zum Einsatz.

Im Abschnitt zwei waren die Löschzüge und Gruppen auch aus Oedt und Mülhausen zur Menschenrettung im Obergeschoss eingesetzt. Dazu wurde auch die Drehleiter eingesetzt. Insgesamt mussten zwölf Menschen "gerettet" werden.

Am Ende zeigte sich Einsatzleiter Hans-Josef Ix überaus zufrieden mit dem Ergebnis der Übung. Auch die Zusammenarbeit mit dem Löschzug Süchteln habe vorbildlich funktioniert, so Ix.

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