Die Schüler lasen die Namen vor und legten Steine auf dem Gedenkstein ab.

Liebfrauenschüler, Manfred Lommetz (2.v.r.) und Johannes Quadflieg (r.) gedachten der jüdischen Opfer.
Liebfrauenschüler, Manfred Lommetz (2.v.r.) und Johannes Quadflieg (r.) gedachten der jüdischen Opfer.

Liebfrauenschüler, Manfred Lommetz (2.v.r.) und Johannes Quadflieg (r.) gedachten der jüdischen Opfer.

Lübke

Liebfrauenschüler, Manfred Lommetz (2.v.r.) und Johannes Quadflieg (r.) gedachten der jüdischen Opfer.

Grefrath. In einem eindrucksvollen Gottesdienst haben Donnerstagvormittag 90 Menschen in der Laurentius-Kirche den verfolgten Grefrather und Oedter Juden gedacht. Rund 50 Zehntklässler der Liebfrauenschule Mülhausen hatten die Gedenkstunde mit Gesang, Gebeten und Erinnerungen gestaltet.

"Der bewegendste Augenblick war, als die Schüler draußen am Gedenkstein die Namen der Grefrather und Oedter Juden vorlasen und jedes Mal einen Gedenkstein - einen kleinen Kieselstein - ablegten", sagt Irmgard Tophoven.

Auch Mitglieder des SV Gref-rath leisteten ihren Betrag zur Gedenkstunde. Sie erinnerten an Alfred Levy, einer der Gründer und ersten Vorsitzenden des 100 Jahre alten Sportvereins. Er wurde im Nationalsozialismus deportiert und im Vernichtungslager Auschwitz getötet.

Auch Bürgermeister Manfred Lommetz, selbst 24 Jahre lang Vorsitzender der Blau-Weißen, sprach von den Einzelschicksalen, die hinter den unbegreiflichen Opferzahlen stehen. "Im Wahn dieser Zerstörung verloren auch jüdische Bürger aus Grefrath ihren Besitz, die Achtung von Freunden und Nachbarn, ihre Heimat und die meisten auch ihr Leben."

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