Erst am Sonntag nahm das Fest richtig Fahrt auf. Am Samstag gab es einen Festzug und Musik auf dem Marktplatz.

Die Vereine aus Grefrath ziehen am Samstagabend vom Pfarrheim zum historischen Marktplatz der Niersgemeinde, viele Zuschauer säumen ihren Weg.
Die Vereine aus Grefrath ziehen am Samstagabend vom Pfarrheim zum historischen Marktplatz der Niersgemeinde, viele Zuschauer säumen ihren Weg.

Die Vereine aus Grefrath ziehen am Samstagabend vom Pfarrheim zum historischen Marktplatz der Niersgemeinde, viele Zuschauer säumen ihren Weg.

Friedhelm Reimann

Die Vereine aus Grefrath ziehen am Samstagabend vom Pfarrheim zum historischen Marktplatz der Niersgemeinde, viele Zuschauer säumen ihren Weg.

Grefrath. Ein frustrierter Händler kauerte am Samstag auf dem Deversdonk, wo ein Trödelmarkt mit zahlreichen fliegenden Händlern aufgebaut war und ein Mini-Friesenmarkt mit drei Marktschreiern. Doch auch die Marktschreier konnten ihre Stimmen weitestgehend schonen. Denn der Besuch ließ zu wünschen übrig.

Erst am Abend, als es jedoch merklich kühler wurde, wurde der Besuch besser. Der konzentrierte sich jedoch vornehmlich auf den historischen Marktplatz, denn dort spielte im wahrsten Sinne des Wortes die Musik.

"Die Zeit der guten Trödelmärkte ist längst vorbei."

Herbert Küsters, Besucher bei den Marktschreiern

Die Band Strike war auf der Marktplatzbühne zu Gast. Und die 14 Vereine feierten unterm Riesenfallschirm, wie dies in Grefrath seit mehr als einem Jahrzehnt üblich ist, bis weit nach Mitternacht.

Gegen 18.30 Uhr erreichte der Festzug der Vereine, der sich am Pfarrheim auf der Lobbericher Straße aufgestellt hatte, den Marktplatz, wo es neben niederrheinischen Spezialitäten auch Crepes gab.

Derweil versuchten auf dem Deversdonk Pasta-Michael mit Nudeln im Überfluß und Käse-Ulli mit neun verschiedenen Käseangeboten für 14 Euro ihre Ware an den Mann oder an die Frau zu bringen. Und auch Blumen-Gerry mühte sich redlich, seine Palmen, seine Grünpflanzen und Herbstblumen mit ein paar lustigen Sprüchen los zu werden.

Am Sonntag lief es besser für die Marktschreier. Ob Holsteinische Rostbratwurst für 2,50 Euro, oder dicke Winterjacken für nur 25 Euro- etliche Artikel wechselten den Besitzer. Da gab es Damenschlüpfer in Weiß mit Bein (drei Stück für fünf Euro) oder einen kitschigen Asternstiel für 1,20 Euro- Plastik pur und häßlich schön.

Wum und Wendelin rissen keinen Besucher vom Hocker, wie überhaupt von Trödelmarkt nur bedingt die Rede sein konnte. Das sah auch Herbert Küsters aus Vinkrath so: "Die Zeit der guten und interessanten Trödelmärkte ist längst vorbei."

Etwas missmutig saß der Grefrather Blumenhändler Kurt Kimpen auf einem "Ersatzstellplatz" auf der Hohe Straße, denn für seine Blumenwelt, die er samstags auf dem Deversdonk anpreist, war am Samstag kein Platz.

Viel Zuspruch fand am Sonntag das komplett neu gestaltete Tonbildstudio Fernbach. Ein Grund des besseren Besuchs war am Sonntag sicherlich das schöne Herbstwetter, der Verkaufsoffene Sonntag, die gute niederrheinische Küche der Vereinsbaumgemeinschaft und die Musik der Schwalmtaler Musikanten auf der Bühne auf dem Marktplatz.

Begonnen hatte der Sonntag mit einer Messe in St.Laurentius. Gegen 11 Uhr wurde es in der City dann richtig laut, denn gut eine halbe Stunde lang tuckerten rund 300 Traktoren durch die City anlässlich des Treckertreffs im Freilichtmuseum Dorenburg.

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