Arbeiten, weiter zur Schule gehen oder studieren? Fragen, die sich Schüler der 10. und 13. Jahrgangsstufen stellen müssen.

Stephanie Schulz zeigt Ausbilderin Petra Stachelhaus, was sie mit deren Haaren vor hat.
Stephanie Schulz zeigt Ausbilderin Petra Stachelhaus, was sie mit deren Haaren vor hat.

Stephanie Schulz zeigt Ausbilderin Petra Stachelhaus, was sie mit deren Haaren vor hat.

Friedhelm Reimann

Stephanie Schulz zeigt Ausbilderin Petra Stachelhaus, was sie mit deren Haaren vor hat.

Kempen. "Es ist gar nicht so einfach, Friseur zu werden. Viele denken sich das immer so schön, nur ein bisschen Haare schneiden, aber da steckt mehr hinter,"sagt Stephanie Schulz. Dennoch hat sich die 19-Jährige dafür entschieden, Friseuse zu werden.

"Ich habe 2006 meinen Abschluss an der Hauptschule gemacht", erzählt sie. Danach entschied sich Stephanie jedoch trotz Qualifikation fürs Gymnasium, gegen die Schule. "Ich wollte meine Ausbildung machen, habe aber keinen Platz bekommen. Da habe ich verschiedene Praktika gemacht."

Nach einem Jahr begann sie eine Schneider-Lehre. "Ich habe mir gedacht, dass mir das auch liegen könnte, da es kreativ ist. Aber es war doch nichts für mich." Seit Oktober kann die St.Töniserin jedoch ihren Wunschberuf erlernen: Im Friseur- und Naturkosmetik-Salon Petra Stachelhaus, Heilig-Geist-Straße 9.

"Ich habe schon immer gerne Haare gestylt . Im Bekanntenkreis durfte ich oft die Haare schneiden. Nun kann ich endlich den Beruf dazu erlernen." Petra Stachelhaus hatte vorher noch keinen Azubi: "Das war finanziell nicht möglich. Durch ein Programm des Arbeitsamtes konnte ich Stephanie aber annehmen."

Am Modell werden Haare geschnitten und frisiert

Das Programm sieht ein Qualifikationsjahr für die Lehre vor. In der Zeit wird der Ausbilder finanziell unterstützt. "Wenn alles gut läuft, kann ich bis zum Ende bleiben," sagt Stephanie. Auch ihre Chefin hofft das: "Ich bin sehr zufrieden mit ihr. Ich fände es unfair, wenn ich sie nach einem Jahr auf die Straße setzen würde."

Besonders gut gefällt Stephanie, dass sie viel machen darf. "Zu meinen Aufgaben gehört Haare waschen, färben und auch Massagen." Um Stephanie möglichst viel praktische Erfahrung zu vermitteln, hat sich Petra Stachelhaus etwas einfallen lassen:

"Einmal pro Woche treffen wir uns nach Feierabend zum Übungsabend. Dann muss Stephanie ein Modell mitbringen, diesem die Haare schneiden oder frisieren. So kann ich ihr besser etwas zeigen und mich intensiver um sie kümmern."

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