Sohn in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Lobberich. Mit einem Küchenmesser mit einer 30Zentimeter langer Klinge hat am Montagmittag ein 31-Jähriger auf seine 54Jahre alte Mutter eingestochen. Die Verletzungen an Hals und Oberkörper waren lebensbedrohlich.

Erst durch eine Notoperation konnte die Frau gerettet werden. Derzeit bestehe keine akute Lebensgefahr mehr. Diese Neuigkeiten teilte die Staatsanwaltschaft Krefeld gestern nach dem Familiendrama am Bocholter Weg (WZ berichtete) mit.

Zur Erinnerung: Am Montagmittag besuchte der Sohn- wie so oft- seine Mutter. Gegen 12.05Uhr hörte der Schwiegersohn, der ebenfalls im dem Mehrfamilienhaus wohnt, Schreie. Im Flur entdeckte er seinen Schwager (28), der auf die 54-Jährige mit einem Messer einstach. Er riss den 31-Jährigen von seinem Opfer weg und schlug ihm die Tatwaffe aus der Hand.

Der Verdächtige hat bisher noch keine Angaben zur Tat gemacht

Im Dunkeln tappen die Ermittler beim Grund für die Tat. "Die Motivlage ist noch nicht geklärt", heißt es in einer Pressemitteilung. Es sei bislang nicht bekannt, dass der Beschuldigte und seine Mutter Probleme miteinander gehabt hätten. Der Sohn soll nach der Tat wirr gesprochen haben. Zu den Vorwürfen hat er sich bisher nicht geäußert.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld ordnete der Haftrichter gestern eine Unterbringung des 31-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik gemäß Paragraph126a der Strafprozessordnung an- sprich wegen verminderter Schuldfähigkeit oder Schuldunfähigkeit. dh

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