Leiter Uwe Hötter zieht eine positive Bilanz über die ersten elf Monate. Aufbruchstimmung habe für viel Elan gesorgt.

Uwe Hötter und Ute Joerißen leiten die junge und noch kleine Gesamtschule in Kempen.
Uwe Hötter und Ute Joerißen leiten die junge und noch kleine Gesamtschule in Kempen.

Uwe Hötter und Ute Joerißen leiten die junge und noch kleine Gesamtschule in Kempen.

Zum Ende des Schuljahres zeigten die Kempener Gesamtschüler in der Aula der Realschule, was sie können.

Friedhelm Reimann, Bild 1 von 2

Uwe Hötter und Ute Joerißen leiten die junge und noch kleine Gesamtschule in Kempen.

Kempen. Zwei kleine Gruppen von Kindern sitzen im Eingangsbereich mit gesenkten Köpfen auf dem Fußboden. Konzentriert schauen sie auf ein vor ihnen liegendes Blatt. „Wir machen ein Kreuzworträtsel – in Englisch“, klärt ein Schüler die neugierige Besucherin auf. Angst, dass sie von Mitschülern aus älteren Jahrgangsstufen überrannt werden, müssen die Fünftklässler nicht haben. Sie sind unter sich. „Wir werden immer die erste Klasse der Gesamtschule sein. Und wir werden immer die Ältesten sein.“ Das würden die Kinder oft voller Stolz sagen, sagt Schulleiter Uwe Hötter. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Ute Joerißen zog er vor den Ferien für die WZ eine Bilannz des ersten Schuljahres und gab einen Ausblick auf das kommende.

Am 21. August 2014 war der erste Schultag für 174 Jungen und Mädchen in der neuen Gesamtschule Kempens an der Wachtendonker Straße 38. „Wir wollten Bewährtes von der Realschule und der Martin-Schule übernehmen“, sagt Hötter. Dies sei überwiegend gelungen. Dazu hätten auch vor allem die Lehrer beigetragen, die an Real- und Gesamtschule unterrichten. Im August käme dann unter anderem ein Lehrer der auslaufenden Hauptschule hinzu. Das habe bisher gefehlt.

Das vor einem Jahr neue Kollegium habe sich nach einer Findungsphase gut ergänzt. Hötter: „Wir hatten eine Aufbruch- und Aufschwungstimmung. Die hat uns gut vorangetragen.“ Ab August kommen noch einmal neue Lehrer hinzu, und zwar 13. Dann besteht das Kollegium aus 36 Pädagogen und Sozialarbeiterin Mira Dugal-Klahre.

Ausdrücklich hebt der ehemalige Leiter der Realschule hervor, dass es eine sehr aktive Elternschaft gibt. „Da wird toll gearbeitet.“ Auch ein Förderverein stünde in den Startlöchern. Einziger Hemmschuh sei das Finanzamt, das seit längerem über der Satzung brüte.

Bewährt habe sich das System der zwei Klassenlehrer. Ebenso wie das soziale Lernen, die Integration der sechs Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und die Arbeitsgemeinschaften – ab August werden es 30 sein. Auch die Mensa wird nach anfänglichen Schwierigkeiten gut und gerne angenommen. Hötter begleitet die Kinder oft. „Dabei lernen wir uns besser kennen. Und ich höre viele Geschichten aus den Familien.“

Auf die Frage, ob in den vergangenen elf Monaten etwas schief gelaufen ist, muss Hötter nachdenken. „Nein, eigentlich nicht. Manche Absprachen mussten neu justiert werden. Viele Dinge mussten wir uns erarbeiten. Dadurch haben wir aber auch viel gelernt.“ Ein großes Lob für die gute Unterstützung spricht Hötter der Stadt, vor allem aber dem Schuldezernenten Michael Klee aus. Und er hofft, dass dies weiter so bleibt. Denn es gebe noch Wünsche für die Zukunft, wie Rampen und Behinderten-Toilette sowie für die heranwachsenden Oberstufenschüler gut ausgestattete Fachräume.

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