Estrella und Anton Geyer führen den Kunst- und Trödelladen an der Ellenstraße und haben damit ihr Hobby zum Beruf gemacht

Anton und Estrella Geyer mit ihren (unverkäuflichen) Lieblingsstücken in ihrem Laden.
Anton und Estrella Geyer mit ihren (unverkäuflichen) Lieblingsstücken in ihrem Laden.

Anton und Estrella Geyer mit ihren (unverkäuflichen) Lieblingsstücken in ihrem Laden.

Kurt Lübke

Anton und Estrella Geyer mit ihren (unverkäuflichen) Lieblingsstücken in ihrem Laden.

Kempen. Dem Fasan aus Porzellan hängen eine Perlen- und eine dicke Bernsteinkette um den Hals. Er steht auf einem Porzellanbrett, das wiederum auf einem Teil aus Holz platziert ist. Puppen, alte Autofahrerbrille, Ketten, Ringe, Vasen, Hut, Geschirr, noch mehr Ketten und Ringe – das Schaufenster des Kunst- und Trödelladens an der Ellenstraße 34 quillt über, die Augen des Betrachters sind fast überfordert, alle Details zu erkennen. Aber man wird neugierig, was es denn noch so alles im Innern zu entdecken gibt.

Für einige Stücke gibt es Reparaturen oder Auffrischung

Und das ist viel. Denn die Besitzer des Hauses und Ladens, Estrella und Anton Geyer, sind leidenschaftliche Sammler. Als Hobby hat alles schon vor Jahrzehnten angefangen. Der mittlerweile pensionierte Schlosser aus St. Hubert und die Näherin aus dem spanischen Malaga waren damals schon auf Märkten in Deutschland und den Nachbarländern unterwegs, um alte und schöne Sachen zu erwerben. Auf einen Stil oder eine spezielle Sparte haben sich die beiden nicht festgelegt. Was man an dem Sammelsurium an Gegenständen im Ladenlokal schnell merkt. Heute kaufen Estrella und Anton Geyer für sie interessante Dinge bei Haushaltauflösungen oder wo sie sonst fündig werden.

Und sie finden viel. Die Regale sind vollgestellt mit Geschirrteilen, Besteck, bunten Gläsern, Steiff-Teddys, Meckis aus den 60er Jahren, Gartenzwergen, Krügen, Kannen, Kleidern, Madonnen, Spiegeln, Bildern, Kerzenständern, versilberten Eierbechern, Schmuck – einzeln und in Kistchen und Kästen – Figürchen und Figuren. An der Decke hängen Kristallleuchter und, und, und. Einiges lagert auch im Keller oder wartet auf kleine Reparaturen oder Auffrischung durch die neuen für die künftigen Besitzer.

„Wir haben sehr viel alten Weihnachtsschmuck, der heute nicht mehr hergestellt wird.“

Estrella Geyer

„Die meisten Kunden sind Touristen“, sagt Anton Geyer. Diese seien dann auf der Suche nach kleinen Schätzen, die sie gut mit nach Hause nehmen könnten. Die größeren oder sperrigen Gegenstände gingen eher in die nähere Umgebung oder nach Kempen.

Es gebe auch Kunden, die etwas Bestimmtes suchten. „Dann halten wir bei Haushaltsauflösungen danach Ausschau“, sagt der Hausherr, der sich noch an Zeiten erinnert, in denen er Prachtausgaben von Büchern – vor allem von Thomas von Kempen im Angebot hatte. Über die Preise, die damals ausgehandelt wurden, schweigt er sich aus. Die Dinge, die heute über den Tisch gehen, sind ausgezeichnet.

Bei der Frage nach dem Abstauben der vielen Gegenstände stöhnt das Ehepaar auf: „Hören Sie auf! Allein das Fenster putzen.“ Weil für die Innenreinigung der Scheibe alles aus dem Schaufenster und dem Bord darüber ausgeräumt sowie ein freier Weg im Laden für die Leiter geschaffen werden muss, wird einmal im Jahr gereinigt. „An Allerheiligen“, sagt Estrella Geyer. Danach wird alles für die Weihnachtszeit vorbereitet. Denn: „Wir haben sehr viel alten Weihnachtsschmuck, der heute nicht mehr hergestellt wird.“

Wer nun neugierig auf das Kunst- und Trödelangebot der Geyers geworden ist: Der Laden hat mittwochs und freitags von 15 bis 18.30 Uhr, sowie samstags von 12 bis 14 Uhr geöffnet, Tel. 02152/50367.

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