Steinmetz und Bildhauer Bernhard Messing erhielt den Goldenen Meisterbrief.

Stolz zeigt Bernhard Messing (M.) seinen Goldenen Meisterbrief. Links seine Ehefrau Elfi, daneben der Tönisvorster Bürgermeister Albert Schwarz. Den Brief überreichten Obermeisterin Dorothee Elias und Karl-Josef Fonken (r.), der stellvertretende Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein.
Stolz zeigt Bernhard Messing (M.) seinen Goldenen Meisterbrief. Links seine Ehefrau Elfi, daneben der Tönisvorster Bürgermeister Albert Schwarz. Den Brief überreichten Obermeisterin Dorothee Elias und Karl-Josef Fonken (r.), der stellvertretende Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein.

Stolz zeigt Bernhard Messing (M.) seinen Goldenen Meisterbrief. Links seine Ehefrau Elfi, daneben der Tönisvorster Bürgermeister Albert Schwarz. Den Brief überreichten Obermeisterin Dorothee Elias und Karl-Josef Fonken (r.), der stellvertretende Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein.

Stolz zeigt Bernhard Messing (M.) seinen Goldenen Meisterbrief. Links seine Ehefrau Elfi, daneben der Tönisvorster Bürgermeister Albert Schwarz. Den Brief überreichten Obermeisterin Dorothee Elias und Karl-Josef Fonken (r.), der stellvertretende Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein.

Kempen/St.Tönis. Den Wandel in der Bestattungskultur hat Bernhard Messing hautnah miterlebt: Seit 50 Jahren ist der Kempener Steinmetz- und Steinbildhauermeister. Dafür hat er jetzt den Goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer erhalten.

"Große Grabsteine sind seltener gefragt, seit sich viele Menschen in Urnen bestatten lassen", sagt der Kempener, der seinen Betrieb am Westring in St. Tönis hat.

Nach der Meisterprüfung arbeitete Bernhard Messing zunächst im elterlichen Steinmetzbetrieb in Kempen, den sein Großvater 1894 gegründet hatte. Als sein Vater 1962 starb, übernahm Messing das Geschäft. Später führte er es eine Zeitlang gemeinsam mit seinen Brüdern Josef und Manfred, dann machte er sich 1967 mit der bestehenden Filiale in St. Tönis selbstständig. "In 42 Jahren habe ich mein Unternehmen zu einem anerkannten Steinmetzbetrieb ausgebaut", bilanziert der heute 73-Jährige.

Nach wie vor arbeitet Messing voll. "Einige Interessenten für die Nachfolge waren schon da, aber bislang konnte ich mich noch nicht zum Ruhestand entschließen, zumal ich gesundheitlich fit bin", sagt er.

Eine Stele fürs Anonymenfeld auf dem St.Töniser Friedhof

Sein Hauptgeschäft ist heute neben der Bearbeitung von großen Steinen die polierten Granitplatten für Urnengräber, die er in seiner Werkstatt bearbeitet und beschriftet. Vor einigen Jahren hat er der Stadt Tönisvorst eine Stele für das Anonymenfeld auf dem St. Töniser Friedhof gestiftet. "Gelebt, geliebt und unvergessen", steht darauf.

In seiner Freizeit kümmert sich Bernhard Messing um seinen großen Garten in Kempen Am Schlehdorn. Er interessiert sich als CDU-Mitglied sehr für Politik. Außerdem ist er im Elferrat der Kolpingsfamilie karnevalistisch aktiv, die erst am Samstag eine dolle Prunksitzung hinlegte. Und: Von 1965 bis 1967 war Messing in Kempen sogar als BernhardI. Prinz Karneval.

Mit seiner Frau Elfi (60) ist er seit 1966 verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter und einen Sohn, der anderthalb Jahre lang eine Steinmetzlehre beim Vater machte. Dann orientierte er sich beruflich um - heute ist er Chirurg an der Universitätsklinik in Zürich.

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