In diesem Jahr müssen die Kommunen für Landtags- und Bundestagswahl Freiwillige finden – das ist kein leichtes Unterfangen.

In NRW werden für die Landtagswahl am 14. Mai 100 000 Wahlhelfer gesucht.
In NRW werden für die Landtagswahl am 14. Mai 100 000 Wahlhelfer gesucht.

In NRW werden für die Landtagswahl am 14. Mai 100 000 Wahlhelfer gesucht.

dpa

In NRW werden für die Landtagswahl am 14. Mai 100 000 Wahlhelfer gesucht.

Kempen/Kreis Viersen. Am 14. Mai findet die Wahl zum 17. Landtag in Nordrhein-Westfalen statt. In 128 Wahlkreisen ist dann wieder Organisationstalent gefragt, denn so eine Wahl will gut vorbereitet sein. Dazu gehören auch immer wieder freiwillige Helfer, die die Wahlen begleiten. Mehr als 100 000 werden in diesem Jahr in ganz NRW benötigt. Besonders für die Kommunen wird es jedoch immer schwerer, genügend Menschen zu finden, die sich für das Ehrenamt begeistern können. Zumal in diesem Jahr neben der Landtagswahl im Mai auch die Bundestagswahl im September stattfindet.

„Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, genügend Wahlhelfer zu finden“, sagt Christoph Dellmans, Sprecher der Stadt Kempen. „Es gibt immer Plätze, an denen es Schwierigkeiten gibt. Daher haben wir auch immer Mitarbeiter des Rathauses eingesetzt, um die Wahlvorstände zu füllen. Trotzdem sind wir immer noch relativ gut weggekommen.“

Video-Clip des Landes soll bei der Suche helfen

Ein eigens produzierter Videoclip des Landes NRW soll jetzt mehr Menschen für das Ehrenamt begeistern. Auswirkungen davon habe Dellmans bisher noch nicht bemerkt. Trotzdem sieht er das Projekt positiv. „Es ist eine gute Aktion, um vor allem junge Leute an die Politik heranzuführen“, so der Pressesprecher. Auch auf der Homepage der Stadt Kempen soll der Clip daher demnächst zu finden sein.

„Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr mehr Leute finden. Ich denke, dass es vor allem aufgrund der Wahlverdrossenheit immer schwieriger wird, Ehrenamtler zu finden“, so Christoph Dellmans. Ein reines Ehrenamt ist die Mithilfe am Wahlsonntag in Kempen übrigens nicht. „Wir zahlen eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro pro Helfer“, so der Stadtsprecher.

Gesetzgeber empfiehlt ein „Erfrischungsgeld“

Auch in Grefrath ist es schwierig, Helfer für die Wahlsonntage zu finden. „Ich denke mal, das ist überall so“, sagt Pressesprecher Jürgen Heinen. „Wir versuchen demnächst, unsere Wahlhelfer anzuschreiben und hoffen, dass noch viele dabei sind. Wir haben bei den letzten Wahlen auch schon immer mit einer reduzierten Anzahl an Stimmbezirken gearbeitet, um das Problem zu umgehen.“ Auch Heinen sieht den Videoclip des Landes zur Akquisition von Wahlhelfern positiv. „Ich denke Jugendliche und Oberstufenschüler sind für so etwas empfänglich“, sagt Heinen.

In Grefrath wird den ehrenamtlichen Helfern ebenfalls eine Aufwandsentschädigung gezahlt. „Ein Erfrischungsgeld von mindestens 28 Euro sollte gezahlt werden, so hat es der Gesetzgeber im Prinzip vorgegeben. Welchen Betrag wir am Ende zahlen, steht noch nicht fest. Unseren Mitarbeitern aus der Verwaltung, die als Wahlhelfer eingesetzt werden, bieten wir auch immer eine Entschädigung in Form von Freizeit an“, so Heinen.

„Ein kleiner Dienst für ein großes Ding: die Demokratie“

In Willich ist man auch noch auf der Suche nach Freiwilligen. „Es sollte eigentlich kein Problem sein, Helfer zu finden“, teilt Willichs Pressesprecher Michael Pluschke mit. „Ein kleiner Dienst für ein großes Ding: Demokratie und die Möglichkeit, wählen zu können.“

Auch in Willich wird den Wahlhelfern am 14. Mai ein sogenanntes Erfrischungsgeld als Aufwandsentschädigung gezahlt. 40 Euro bekommen die Beisitzer im Urnenwahllokal, 30 Euro im Briefwahllokal. Zum Videoclip des Landes hat auch Pluschke eine positive Meinung. „Ich finde alles großartig, was die Leute bewegt, sich zu bewegen und ihr Wahlrecht auszuüben.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer