Burg, Stadtarchiv, Zeche und St. Huberter Baugebiet – diese vier Themen werden 2017 besonders wichtig sein. Die WZ sagt Ihnen heute, wie die Chancen der Projekte stehen.

Unter anderem um diese vier Themen geht es in diesem Jahr in Kempen, St. Hubert und Tönisberg (von oben links nach unten rechts): Die Stadt prüft eine Übernahme der Burg, bei der Zeche in Tönisberg wartet man auf die Unterschriften unter einem Kaufvertrag, in St. Hubert soll ein neues Baugebiet entstehen und die Stadt muss über die Zukunft des Archivs entscheiden.
Unter anderem um diese vier Themen geht es in diesem Jahr in Kempen, St. Hubert und Tönisberg (von oben links nach unten rechts): Die Stadt prüft eine Übernahme der Burg, bei der Zeche in Tönisberg wartet man auf die Unterschriften unter einem Kaufvertrag, in St. Hubert soll ein neues Baugebiet entstehen und die Stadt muss über die Zukunft des Archivs entscheiden.

Unter anderem um diese vier Themen geht es in diesem Jahr in Kempen, St. Hubert und Tönisberg (von oben links nach unten rechts): Die Stadt prüft eine Übernahme der Burg, bei der Zeche in Tönisberg wartet man auf die Unterschriften unter einem Kaufvertrag, in St. Hubert soll ein neues Baugebiet entstehen und die Stadt muss über die Zukunft des Archivs entscheiden.

Unter anderem um diese vier Themen geht es in diesem Jahr in Kempen, St. Hubert und Tönisberg (von oben links nach unten rechts): Die Stadt prüft eine Übernahme der Burg, bei der Zeche in Tönisberg wartet man auf die Unterschriften unter einem Kaufvertrag, in St. Hubert soll ein neues Baugebiet entstehen und die Stadt muss über die Zukunft des Archivs entscheiden.

Unter anderem um diese vier Themen geht es in diesem Jahr in Kempen, St. Hubert und Tönisberg (von oben links nach unten rechts): Die Stadt prüft eine Übernahme der Burg, bei der Zeche in Tönisberg wartet man auf die Unterschriften unter einem Kaufvertrag, in St. Hubert soll ein neues Baugebiet entstehen und die Stadt muss über die Zukunft des Archivs entscheiden.

Unter anderem um diese vier Themen geht es in diesem Jahr in Kempen, St. Hubert und Tönisberg (von oben links nach unten rechts): Die Stadt prüft eine Übernahme der Burg, bei der Zeche in Tönisberg wartet man auf die Unterschriften unter einem Kaufvertrag, in St. Hubert soll ein neues Baugebiet entstehen und die Stadt muss über die Zukunft des Archivs entscheiden.

Lübke(3)/Reimann, Bild 1 von 4

Unter anderem um diese vier Themen geht es in diesem Jahr in Kempen, St. Hubert und Tönisberg (von oben links nach unten rechts): Die Stadt prüft eine Übernahme der Burg, bei der Zeche in Tönisberg wartet man auf die Unterschriften unter einem Kaufvertrag, in St. Hubert soll ein neues Baugebiet entstehen und die Stadt muss über die Zukunft des Archivs entscheiden.

Kempen. Noch ist es ruhig in Kempen. Das Telefon im Büro klingelt noch nicht so häufig. Der E-Mail-Eingangsordner ist noch nicht so voll wie sonst. Mit dem Ende der Weihnachtsferien wird das wieder anders sein. Der richtige Zeitpunkt für die WZ, um den traditionellen Blick in das noch junge Jahr zu werfen. Welche Projekte sollen 2017 angepackt werden? Und vor allem: Wie groß sind die Chancen, dass diese auch umgesetzt werden? Die WZ wirft heute einen Blick in die Kempener Glaskugel.

Wird die Stadt Eigentümer der Kempener Burg?

Die Zukunft der Kempener Burg ist ein wahrer Dauerbrenner in den Vor- und Rückschauen aufs Jahr. Für 2017 stehen die Zeichen aber gut, dass neue Burgpläne auch endlich konkret werden. Der Ball liegt derzeit in der Hälfte der Stadt Kempen. Im Rathaus werden nun konkrete Überlegungen angestellt, wie und wann man die Burg vom Kreis Viersen übernehmen kann.

Bürgermeister Volker Rübo und auch die stärkste Fraktion im Rat, die CDU, haben sich bereits mit Vorstellungen an die Öffentlichkeit gewagt. Das Standesamt soll im Denkmal eine neue Bleibe bekommen, damit Trauungen in Kempen in einem schöneren Rahmen vonstatten gehen können als derzeit an der Neustraße. Dazu wünschen sich Bürgermeister und CDU einen gastronomischen Betrieb in der Burg. Wichtigster und größter Mieter soll der derzeitige Eigentümer, der Kreis Viersen, werden. Und zwar für mehrere Büros und Angebote der Volkshochschule (VHS).

Ein entsprechend positives Signal zu dieser Lösung hat die Stadt bereits von Landrat Andreas Coenen erhalten. Nach dem Auszug des Kreisarchives aus der Burg 2020 möchte Coenen die ehemalige kurkölnische Festung so schnell wie möglich aus dem Immobilien-Portfolio des Kreises streichen. Von daher kann er sich einen Verkauf an die Stadt für mindestens einen Euro gut vorstellen. Sollte die Stadt doch nicht Eigentümer werden wollen, hat Coenen immer noch private Interessenten in der Hinterhand. Das zumindest soll das Ergebnis der Machbarkeitstudie aus dem vergangenen Jahr sein.

Prognose: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Stadt in diesem Jahr für eine Übernahme der Burg entscheidet, liegt bei 80 Prozent.

Wird sich Kempen ein eigenes Stadtarchiv leisten?

Verbunden mit der Debatte um die Burg ist auch die Frage nach der Zukunft des Kempener Stadtarchivs. Das ist derzeit gemeinsam mit dem Kreisarchiv in der Burg. Geht es nach dem Kreis Viersen, soll das auch am neuen Standort am Dülkener Ransberg so bleiben.

Aus einer ersten Verärgerung über den Wegzug des Kreisarchives aus Kempen heraus waren Politik und Verwaltung in der Thomasstadt zunächst offensiv mit der Idee unterwegs, das Stadtarchiv komplett in Kempen zu behalten. Inzwischen setzt sich Bürgermeister Rübo dafür ein, dass die wichtigsten Urkunden mit Bedeutung für die Stadtgeschichte in Kempen bleiben. Ob er und die Fraktionen tatsächlich verantworten können, einen Neubau für die Unterbringung von Bauanträgen und andere eher unwichtige Unterlagen zu errichten, erscheint fraglich. Das Steuergeld, das man dafür in die Hand nehmen müsste, wird die Entscheidung maßgeblich beeinflussen.

Schon Mitte Januar will sich der Bürgermeister mit den Fraktionen zum Thema Stadtarchiv zusammensetzen. Dann soll über das weitere Vorgehen beraten werden.

Prognose: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Stadt für eine Herauslösung des eigenen Archives aus dem Kreisgebilde entscheidet, liegt bei fünf Prozent.

Wird es in diesem Jahr konkrete Pläne für die Zeche geben?

Diejenigen, die sich über Jahre gegen den Abriss der Gebäude auf dem Tönisberger Zechengelände ausgesprochen haben, konnten im Herbst vergangenen Jahres durchatmen. Nach der Unterschutzstellung von drei Gebäuden (inklusive des Förderturms) gibt es nun auch einen potenziellen Investor, der auf dem Gelände möglicherweise Gewerbetreibende ansiedeln möchte. Wie exklusiv von der WZ berichtet, handelt es sich dabei um den Krefelder Wolf-Reinhard Leendertz. Dieser hat bereits die Krefelder Industriebrache der ehemaligen Verseidag mit Leben gefüllt. Nun plant er ähnliches für Tönisberg.

Was noch fehlt, ist allerdings seine Unterschrift und die der Ruhrkohle AG (RAG) unter einem Kaufvertrag. Nach Angaben der Stadt Kempen rechnet man weiterhin in Kürze mit einer Vertragsunterzeichnung. Nachdem die Verantwortlichen der Stadt noch vor einigen Jahren den Abriss der Zechenbrache wollten, sagen sie einem potenziellen Investor inzwischen jegliche Unterstützung zu.

Bevor man allerdings über Pläne für das Gelände diskutiert werden kann, muss zunächst der Verkauf besiegelt sein. Sobald die Tinte trocken ist, dürfte sicher auch über Ideen der Firma Leendertz gesprochen werden. Bis zu einer Umsetzung wird aber noch einige Zeit ins Land gehen – das ist bei solch anspruchsvollen Industriegebäuden so.

Prognose: Die Wahrscheinlichkeit, dass es in diesem Jahr bereits konkrete Pläne des Investors für das Zechengelände gibt, liegt bei 20 Prozent.

Werden in diesem Jahr die Bagger fürs St. Huberter Baugebiet rollen?

Die Diskussion über ein Baugebiet im Schatten der Wackertapp-Mühle in St. Hubert wird schon in den nächsten Wochen weitergehen. Nachdem im Kempener Baugebiet die letzten städtischen Grundstücke verkauft worden sind, steht die Verwaltung nun unter Zugzwang, dass auch bald in St. Hubert gebaut werden kann.

Vor allem die Erschließung des Gebietes mit 48 Einfamilienhäusern und 50 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern über die Straße „Auf dem Zanger“ hat bereits für Ärger gesorgt. Anwohner fürchten vor allem durch den Bauverkehr eine zu große Belastung. In dieser Frage will die Stadt in Kürze eine alternative Lösung präsentieren. Wie aus dem Rathaus zu hören ist, wird man grundsätzlich an den Plänen festhalten. Während der Bauphase könne man den Anwohnern durch die Verlegung der Baustraße aber entgegenkommen.

In vollem Gange sind weiterhin die Kanalplanungen für den Bereich. Diese sollen Aufschluss darüber geben, wie eine Niveau-Anhebung für das Areal aussehen wird. Dieses Thema hatte die Anwohner ebenfalls beunruhigt.

Bleibt die Frage, ob denn tatsächlich noch in diesem Jahr die Bagger zur Erschließung des Gebietes rollen werden. Angesichts des langwierigen Planungsprozess inklusive der Beteiligung der Öffentlichkeit ist dies mehr als fraglich. Hinzu kommt, dass die beteiligten Ämter nach eigenen Angaben wegen andere Projekte mehr als ausgelastet sind.

Prognose: Die Wahrscheinlichkeit, dass noch in diesem Jahr mit der Erschließung des Baugebietes begonnen wird, liegt bei zehn Prozent.

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