Bernhard Müller-Wirtz war 2009 ausgebootet worden.

Breyell. Bernhard Müller-Wirtz hat eine neue politische Heimat gefunden: Der ehemalige SPD-Parteichef und Fraktionsvorsitzende ist der CDU beigetreten. "Sie hat ein breites Spektrum, da kann ich mich gut wiederfinden", sagte der 58-Jährige am Montag im Gespräch mit der WZ.

1998 war Müller-Wirtz in die SPD eingetreten- und machte schnell Karriere. 1999 wurde er stellvertretender Parteivorsitzender in Nettetal. Von 2001 bis 2004 war er Parteichef. 2004 kam er in den Stadtrat und wurde stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Ab Juli 2007 war er Fraktions-Chef. Doch 2009 wurde der studierte Maschinenbau-Ingenieur, der inzwischen als selbstständiger Internet-Dienstleister arbeitet, von den Genossen ausgebootet.

Weil Doppelmandate bei der Nettetaler SPD nicht gerne gesehen sind, verzichtete Müller-Wirtz auf eine Kandidatur für den Stadtrat- denn es zog ihn in den Kreistag. Doch bei der entscheidenden Versammlung Anfang Januar 2009 kandidierten Hans Kettler und Ralf Hussag entgegen der Absprache doch für die besten Plätze der Reserveliste- und Müller-Wirtz landete auf dem chancenlosen vierten Platz. Seit der Kommunalwahl am 30. August war der Breyeller in keinem politischen Gremium mehr. Enttäuscht verließ er im November die SPD.

"Im Stadtrat habe ich mit der CDU teilweise besser zusammengearbeitet als mit den eigenen Leuten", sagt der 58-Jährige inzwischen. Und weil er sich selbst "eher pragmatisch, nicht ideologisch" einschätzt, entschloss er sich, Mitglied der CDU in Breyell zu werden. Denn: "Auf der kommunalen Ebene ist das nicht so ein großer Schritt."

Strebt er nun Amt und Würden bei den Christdemokraten an? "Das lass ich auf mich zukommen. Ich muss mich erst einmal in der Partei zurecht finden", sagte Müller-Wirtz.

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