Die Telekom hat ihren Ausbau im Ortsteil abgeschlossen: 50 Megabit sind möglich. Vinkrath soll im November folgen.

Kabelbündel aus Glasfaserkabeln vor einer sogenannten Speedpipe (Leerrohr) für ein schnelles Glasfasernetzwerk. Foto: Jan Woitas
Kabelbündel aus Glasfaserkabeln vor einer sogenannten Speedpipe (Leerrohr) für ein schnelles Glasfasernetzwerk. Foto: Jan Woitas

Kabelbündel aus Glasfaserkabeln vor einer sogenannten Speedpipe (Leerrohr) für ein schnelles Glasfasernetzwerk. Foto: Jan Woitas

dpa

Kabelbündel aus Glasfaserkabeln vor einer sogenannten Speedpipe (Leerrohr) für ein schnelles Glasfasernetzwerk. Foto: Jan Woitas

Mülhausen. Es ist ein schlichtes, hellgraues Gebilde, in dem die meisten Laien wohl nur einen „Stromkasten“ sehen werden. Doch es soll dafür sorgen, dass in Mülhausen ab sofort „mehr Tempo auf der Datenautobahn“ herrscht, wie die Telekom wirbt.

Das Bonner Unternehmen hat das mit modernster Technik ausgestattete „Multifunktionsgehäuse“ direkt vor der Kirche St. Heinrich installiert. Ein zweites Exemplar steht wenige Schritte entfernt. Nötig waren zudem eine 185 Meter lange Tiefbau-Strecke, um das entsprechende Kabel samt Rohr im Boden zu verlegen. 2500 Meter Glasfaser führen nun von einer Schnittstelle in Grefrath ins Zentrum von Mülhausen.

Freitag erfolgte, im Beisein von Bürgermeister Manfred Lommetz, vor Ort offiziell der Startschuss für höhere Geschwindigkeiten im Internet. „Langsam war gestern. Heute sind wir schnell unterwegs auf der Datenautobahn.“

In Mülhausen stehen nun Anschlüsse bis zu 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Das neue Glasfasernetz sei so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich seien, heißt es von der Telekom. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Datenwolke („Cloud“) werde bequemer.

Nach Angaben von Daniel Breuer, Regio-Manager der Telekom, könnten rund 350 Haushalte die schnelleren Anschlüsse buchen. Das ist bei der Telekom möglich, aber auch bei jedem anderen Anbieter der Branche.

Die Gemeinde hatte den Breitbandausbau für Mülhausen und Vinkrath ausgeschrieben. Die Telekom war der einzige Bewerber und erklärte sich bereit, Mülhausen ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde digital flotter zu machen. Im Fall von Vinkrath müssen nur etwa 22 000 Euro aus dem Haushalt fließen – dank eines Förderprogramms des Landes NRW. Der Ausbau läuft bereits, im November soll alles fertig sein.

Noch flotter soll es bald in Grefrath und Oedt gehen

In Grefrath und Oedt baut die Telekom komplett auf eigene Rechnung aus. Hier sind dann ab Herbst sogar 100 Megabit pro Sekunde möglich. Fasst man sämtliche Maßnahmen zusammen, sollen etwa 80 Prozent aller Grefrather, so war am Freitag auf dem Termin zu hören, Ende des Jahres die Möglichkeit haben, mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu surfen.

Für einen „normalen Haushalt“, so Telekom-Mitarbeiter Breuer, seien 16 Megabit ausreichend. Wer allerdings Internet-TV guckt, benötigt mehr. „Aber in der Regel auch nicht mehr als die 50.“

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