Seit Ende April 2009 hat sich viel getan in Oedt. Dennoch gab es einige Kritik, die Projekte würden zu langsam umgesetzt.

Initiative
Im Juli 2010 brachten Perspektiven-Mitglieder am Mooren-Geburtshaus ein Hinweisschild an.

Im Juli 2010 brachten Perspektiven-Mitglieder am Mooren-Geburtshaus ein Hinweisschild an.

WZ-Archiv

Im Juli 2010 brachten Perspektiven-Mitglieder am Mooren-Geburtshaus ein Hinweisschild an.

Oedt. Kritik trotz sichtbarer Erfolge: Volkmar Josten, der Leiter des Grefrather Sozialamtes, hatte es seit Bestehen der Initiative „Perspektiven für Oedt“ nicht immer einfach. Der Koordinator des Projekts, in dem sich Bürger seit zweieinhalb Jahren für einen attraktiven, zukunftsträchtigen und lebenswerten Ort einsetzen, musste in dieser Zeit auch Kritik einstecken.

Perspektiven für Oedt

Stimmen, die behaupteten, die Perspektiven entwickelten sich nicht weiter, setzte Josten immer wieder entgegen: „Die einzelnen Gruppen brauchen Zeit für die Umsetzung ihrer Projekte. Wir bringen derzeit alles auf den Weg.“ Damit sollte er Recht behalten: Ende Februar 2010 wurde ein Stellplatz für Wohnmobile nahe der Burg Uda diskutiert. Damit sollte Kaufkraft in den Ort gelockt werden. Jetzt gibt es ihn, die „Niersperle“ – ein schöner Erfolg für die Perspektiven.

„Wir sind mittendrin und haben einen Koffer voller Ideen.“

Volkmar Josten, Koordinator

Die Gruppe „Stadtverschönerung“ arbeitete indes an den Schwerpunkten Einkaufen, Verkehr und Begrünung. Wie das Ortsbild schöner und interessanter gestaltet werden kann, wurde im Sommer 2009 während einer Ortsbegehung angedacht. Im November folgte eine erste Putz- und Aufräum-Aktion rund um den Gänsebrunnen, an der sich auch der Löschzug Oedt der Feuerwehr beteiligte. Das Ergebnis: Ein sauberer Ortskern und die Abmachung, diese Aktion jedes halbe Jahr zu wiederholen. Das wurde bislang eingehalten.

Neue Sitzbänke an der Hochstraße, eine Gedenktafel für Albert Mooren

Bei einer der Folge-Aktionen übergab Bürgermeister Manfred Lommetz neue Sitzbänke an der Hochstraße ihrer Bestimmung – weitere Rastmöglichkeiten sollen folgen. Selbst Kinder vom DRK-Kindergarten halfen mit, ihren Ort schöner zu machen. Die Blumenkübel an der Ortsdurchfahrt wurden gestrichen, eine Gedenktafel am Geburtshaus des berühmten Oedter Augenarztes Albert Mooren (Hochstraße 72) angebracht.

„Wir sind mittendrin und haben einen Koffer voller Ideen“, bilanzierte Volkmar Josten sechs Monate nach Beginn der Perspektiven. Dennoch war im November 2009 klar, dass die vorhandenen Kräfte gebündelt werden müssen.

Es begann am 29. April 2009 mit einem „Zukunfts-Café“, bisheriger Höhepunkt der Aktivitäten der „Perspektiven für Oedt“ war die autofreie Hochstraße, die so genannte „Summerstreet“ am 17. Juli 2011. Getragen wird die Initiative von engagierten Bürgern, die sich für Oedt einsetzen – mit sichtbarem Erfolg. Zahlreiche Aktionen gab es bislang, weitere sind geplant. In einer Serie stellt die WZ die Initiative und verschiedene Gruppen vor.

Ansprechpartner der „Perspektiven für Oedt“ sind Georg Fasselt (Tel. 02158/5263), Barbara Kleinheyer (Tel. 02158/5641), Siegfried Füsers (Tel. 02158/400929), Nada Vitz, (Tel. 02158/6223), Volkmar Josten (Tel. 02158/4080 500).

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer