Stadt und Werbering haben sich dagegen eingesetzt – allerdings erfolglos. Ein holländisches Konsortium bestimmt, wer in das ehemalige Vögele-Haus hineinkommt.

Vögele-Kunden müssen sich beeilen. Im Juni soll die Kette in Kempen schließen.
Vögele-Kunden müssen sich beeilen. Im Juni soll die Kette in Kempen schließen.

Vögele-Kunden müssen sich beeilen. Im Juni soll die Kette in Kempen schließen.

Armin Horst ist Chef des Kempener Werberings.

Kurt Lübke, Bild 1 von 2

Vögele-Kunden müssen sich beeilen. Im Juni soll die Kette in Kempen schließen.

Kempen. Der möglichen Ansiedlung von Tedi in der Kempener Altstadt stehen viele Menschen skeptisch gegenüber. „Da muss doch die Stadt/der Werbering etwas tun“, hört man immer wieder. Doch Stadt und Werbering sind da die Hände gebunden, sagt Werberingchef Armin Horst auf Anfrage der WZ. „Das Haus gehört einem holländischem Konsortium und dieses bestimmt, wer dort hineinkommt“, so Horst. Vonseiten der Stadt und des Werberings habe man alles versucht. Aber dort gebe es kein Interesse an den Wünschen der Kempener Bürger oder Einzelhändler. Telefonisch sei das Unternehmen mittlerweile für die Kempener gar nicht mehr erreichbar.

Begeistert sei der Werbering von dieser möglichen Neuansiedlung nicht, so Horst. Solche Unternehmen beteiligen sich in der Regel nicht an den Aktivitäten des Werberings und seien nur Nutznießer. „Es ist schade, dass dadurch Händler, die für das nette Ambiente hier sorgen, doppelt bestraft werden“, so Horst. Denn die Einzelhändler bezahlen ihren Betrag für Fest, Dekoration und Co. und müssen dann auch noch die günstigere Konkurrenz fürchten. Daher ruft Armin Horst auch alle Kritiker auf: „Seien Sie ihrem alten Händler treu.“ Auch wenn sich der Werbering-Chef bewusst ist, dass es Menschen mit schmalem Geldbeutel gibt, die die günstigen Angebote gerne nutzen werden.

Im Zuge solcher Diskussionen wird auch immer wieder das Fehlen eines Supermarktes in der Altstadt kritisiert. Auch da hätten sich Werbering und Stadt reingehängt, aber es bleibt dabei. Die großen Ladenflächen, die moderne Lebensmittelmärkte heute fordern, können in der Altstadt nicht angeboten werden. Bleibt die Hoffnung, dass sich kleine spezialisierte Lebensmittelgeschäfte mit neuen Konzepten in die Altstadt wagen.

Die WZ will auch Ihre Meinung zum Thema Einkaufen in der Altstadt hören. Was sagen Sie zum Tedi-Markt? Würden Sie dort einkaufen? Oder unterstützen Sie die Kempener Einzelhändler? Die Redaktion vor Ort ist morgen von 11 bis 12 Uhr für Sie am Rande des Wochenmarktes in Kempen. Kommen Sie vorbei oder schreiben Sie uns Ihre Meinung per E-Mail: 

redaktion.kempen@wz.de

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