In Vinkrath war der Sicherheitsdienst überfordert.

Vinkrath. Für die Polizei war es nichts Besonderes, für die Veranstalter vom Kinderkarnevalsvererein Vinkrath (KKV) schon: Gerangel und fliegende Fäuste vor dem Zelt im Rütersend.

Beim Karnevalsausklang nach dem Rosenmontagszug schlug die Stimmung irgendwann um. Während drinnen rund 600 Gäste friedlich und bei bester Stimmung feierten, braute sich vor dem Zelt etwas zusammen. Ein Dutzend angetrunkener Jugendlicher "machten einen auf dicken Max", wie es ein Augenzeuge beschreibt.

Trotz Platzverweis versuchte der eine oder andere, wieder ins Zelt zu gelangen. Und der Sicherheitsdienst war überfordert- es gab nur vier Leute zur Überwachung der sechs Ein- und Notausgänge.

Gegen 17 Uhr schien es bedrohlicher zu werden, Angst vor einer Eskalation der Situation machte sich breit. Doch als ein Streifenwagen mit zwei Polizisten auftauchte, war der aggressive Bann gebrochen- es wurde ruhiger im Rütersend. Dennoch beschlossen KKV-Verantwortliche und Zeltwirtin, das Zelt um 18 Uhr zu schließen- eine Stunde früher als geplant.

Von diesem Zwischenfall wollen sich die Karnevalisten nicht abschrecken lassen. In zwei Jahren, wenn die Vinkrather wieder dran sind mit dem Grefrather Narrentreck, wollen sie erneut feiern. KKV-Geschäftsführer Christoph Tenhaef am Mittwoch im Gespräch mit der WZ: "Aber dann werden wir sicherlich mehr Security-Leute engagieren."

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