Darüber, dass das Tiefbauamt bei der Straßenkontrolle mit so einem amateurhaften Infoschreiben arbeitet, könnte man herzhaft lachen. Und in der Redaktion haben wir zumindest geschmunzelt. In Zeiten, in denen nahezu täglich Polizeimeldungen in Sachen Trickbetrug kursieren, sollte man über das Vorgehen der Stadt aber keineswegs lachen. Das DIN-A4-Blatt wirkt eben nicht nur auf den ersten Blick wie ein Scherz oder ein Betrugsversuch. Man kann beim besten Willen nicht erkennen, dass es sich um eine offizielle Information aus dem Rathaus handelt. Bei einigen Anwohnern dürfte der Wisch direkt im Papierkorb gelandet sein. Sie werden sich erst dann an das Schreiben erinnern, wenn der offizielle Brief samt Bußgeldbescheid zugestellt wird.

Das Vorgehen der Verwaltung an der Lilienstraße hat nichts mit Bürgerfreundlichkeit oder gar Service zu tun. Immerhin: Nach dem Anruf der WZ soll das Schreiben überarbeitet werden. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

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