Groß und Klein ist im Narrenfieber. Außerdem: Brillen-Test im tiefen Schnee und Sprint an der Ampel.

Der Nachwuchs der Garde zeigte gestern im Saal sein Können bei der Kinderkarnevalssitzung im ausverkauften Kolpinghaus.
Der Nachwuchs der Garde zeigte gestern im Saal sein Können bei der Kinderkarnevalssitzung im ausverkauften Kolpinghaus.

Der Nachwuchs der Garde zeigte gestern im Saal sein Können bei der Kinderkarnevalssitzung im ausverkauften Kolpinghaus.

Reimann

Der Nachwuchs der Garde zeigte gestern im Saal sein Können bei der Kinderkarnevalssitzung im ausverkauften Kolpinghaus.

Prinzenpaar schmückt seine Fenster

"Rot und Blau, Kempen helau!", möchte man beim Anblick der Orsaystraße 16 rufen. Dort hängen zwei meterlange Seidenstoffbahnen in Stadtfarben aus den Fenstern und verweisen auf die Bewohner Prinz Peter I. und Prinzessin Marianne I. (Croonenbroeck), die ihre jecke Festung weithin sichtbar gemacht haben. "Das ist jetzt die Petersburg und die Mariannenburg", scherzt das närrische Duo. Kleiner Tipp vom Flüsterer: Abends mal hinters Haus in den zweiten Stock schauen. Dort erstrahlt der Balkon fast schon festlich. . .

Ordnungsamt-Chef trabt für Haiti

Auch der Ordnungsamt-Chef hat ein großes Herz: Das bewies Ulrich Eckerleben (54) am letzten Samstag beim Spendenlauf für Haiti in Hinsbeck. Zusammen mit rund 50 Läufern war er auf flotten Sohlen für den guten Zweck unterwegs. "Ich jogge seit 15 Jahren", verrät der trainierte Amtsleiter, der auch schon die zehn Kilometer beim Altstadtlauf in Angriff nahm. Früher war er "völlig unsportlich" und wollte "unbedingt was für mich tun". Im Winter ist Laufen angesagt, im Sommer steigt er aufs Rennrad. Laufgefährte und Inhaber des Brüggener Laufshops Gross, Dietmar Gross, veranstaltet drei Mal pro Jahr solche Runs für die gute Sache wie am letzten Wochenende. 700 Euro kamen für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti zusammen.

Brillentest auf der Skipiste

Optikermeister Stephan Bunse hat den Durchblick - auch auf der Skipiste. Zum dritten Mal beteiligte sich der ambitionierte Ski- und Radfahrer an der jährlichen viertägigen Testreihe über Skibrillen und Filtergläser im schweizerischen Saas Fee. "Fünf Optiker, die Aalener Fachschule für Augenoptik und die Uni Bochum waren auch dabei. Wir haben interessante Erkenntnisse über Brillen mit weitem Blickfeld, Blend- und Windschutz sammeln können", sagt Bunse. Seit 2007 ist der 47-Jährige "Spezialist für Sportoptik" - eben ein Mann mit Durchblick.

Das Bärlin’s ist fünf Tage jeck

Tierisch Spaß beim Beerenwirt: Das Bistro an der Judenstraße8 ist ab Donnerstag wieder fünf Tage im Narrenrausch. Am Donnerstag sind dort ab 19Uhr die Alten Weiber los. Eintritt frei, ein Snack-Stand im Biergarten füllt den Jeckenbauch. Nelkensamstag ist bei ebenfalls freiem Eintritt Kostümball. Tulpensonntag heißt es für die närrischen Truppen ab 11Uhr Vorglühen am Bärlin’s, bevor um 14.11Uhr zum Angriff aufs Rathaus geblasen wird. Rosenmontag umzingelt der närrische Lindwurm das Lokal, so dass Patron Wolfgang Beeren sich mit kräftigen Biersalven ins raderdolle Volk verteidigen muss. Veilchendienstag ruht der Beer am See, um verkaterten Jecken am Aschermittwoch Barsch und Scholle kredenzen zu können. Anmeldung erbeten!

Fußgänger sehen Rot

Fußgänger, die am Kuhtor an der Villa Tebartz über die Altstadtring-Ampel wollen, müssen schnell sein. Schneller als Sprint-Weltmeister Usain Bolt die 100Meter schafft: 7,6Sekunden Grün zeigte die Stoppuhr des Flüsterers- und schwupps, wieder Rot. Kurios: Auf der anderen Seite, ab Kuhtor-Apotheke, ist drei Mal so lange Grün. Von allen neun Ampel-Übergängen des 2,2Kilometer langen Altstadtrings ist die Kuhtor-Ampel die grausamste für Fußgänger. Sie zeigt fast neun Mal so lange Rot wie Grün. Zum Vergleich: Am Donkring/St.Töniser Straße haben Fußgänger komfortable 33,4Sekunden, um zum Viehmarkt zu gelangen. Unter 10Sekunden Grün haben noch die unbarmherzigen Ring-Ampeln AmGymnasium, Hessenring und Engerstraße. Addiert man mal alle Ampelphasen, dann steht der Fußgänger elf Minuten vor dem roten Männeken, während er lediglich für drei grüne Minuten in die Altstadt darf. Fazit: Grüne Welle nur für Autofahrer.

Theodoros’ Web-Terminal

Theodoros rüstet medial auf. Nachdem der Wirt der Thomasschänke vor gut zwei Monaten schon eine Großleinwand in seiner Kneipe installierte (was vor allem Fußballfreunde frohlocken lässt), setzt er nun mit einem weltweiten Netzteil nach: Theodoros ("Theo") Kakargias bietet an der Peterstraße 31 einen hochmodernen Internet-Terminal - mit Riesen-Bildschirm und großer Tastatur. Auch Sportwetten lassen sich eintippen. Damit wird ein kleiner Sektor des Lokals, das von vormittags bis in die Nacht öffnet, zum (ersten) Internet-Café der Altstadt. Prost für die Gurgel, Prost mit Google!

"Bauer sucht Frau". Helau!

Auch wenn die neue Wirtin Jeanette Schäfer heißt: Ganz lammfromm wird’s morgen im Alli’s bestimmt nicht. Aber jeck lustig. Trotz oder gerade wegen totaler Männer-Abstinenz: An der Peterstraße 36 steigt ab 11.11Uhr die Stimmung beim närrischen "Frauenfrühschoppen". Das Motto gibt die Kostüme vor. "Bauer sucht Frau", ganz wie auf der Mattscheibe. Da holt sich jede Eva am bestens das Agrarischste aus dem Kleiderschrank, vielleicht sogar Klompen. Ab 17 Uhr wird dann das Zutrittsverbot für Männer aufgehoben - wobei es zu empfehlen ist, dass die lieb(es)-lustigen Bauern in erkennbar landwirtlicher Montur "heranackern". Gut für die Bützchen-Ernte!

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