Thomas Heil, Kämmerer des Kreises Viersen, hat am Donnerstag Abend den Etat 2014 vorgestellt.

Thomas Heil, Kämmerer des Kreises Viersen.
Thomas Heil, Kämmerer des Kreises Viersen.

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Thomas Heil, Kämmerer des Kreises Viersen.

Kreis Viersen. Für Thomas Heil, seit etwa einem halben Jahr Kämmerer des Kreises Viersen, ist es ein ganz besonderer Moment: Er kann einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren – ein Novum in seiner Karriere. Donnerstag Abend wurde der Etat 2014 in den Kreistag eingebracht. Und unterm Strich prangt eine schwarze Null. Während seiner Zeit als Kämmerer der Stadt Erftstadt – seit Jahrzehnten in der Haushaltssicherung – sei das „fernab jeder denkbaren Möglichkeit gewesen“, so Heil.

Projekt für Arbeitslose wurde gestrichen

Alles wunderbar also in Sachen Kreis-Finanzen? Sowohl Heil als auch Landrat Peter Ottmann legen Wert darauf, auch die Kehrseiten der Medaille zu betrachten. So wurde etwa im Dienste der Konsolidierung das Projekt Bürgerarbeit für Langzeitarbeitslose ersatzlos gestrichen, was eine Ausgabenreduzierung von 1,1 Millionen Euro bedeutet.

Und: Zwar gibt es höhere Erträge – allein bei der Kreisumlage ist ein Plus von sieben Millionen Euro zu verzeichnen. Doch den Erträgen stehen laut Verwaltungsspitze höhere Aufwendungen in fast gleichem Maße gegenüber: Bei den Kosten der Unterkunft (Miete, Heizung) gibt es eine Steigerung von 3,4 Millionen Euro und bei der Landschaftsumlage von 2,5 Millionen Euro, um zwei Beispiele zu nennen.

Zum Thema Kreisumlage – immer wieder ein Streitthema mit den Städten und Gemeinden – betonen die Verantwortlichen im Kreishaus, dass es das Ziel gewesen sei, den Umlagesatz bei 40,7 Prozent zu belassen. Der Ertrag durch diese Umlage liegt bei knapp 140 Millionen Euro. Ein Prozentpunkt entspricht etwa 3,4 Millionen Euro.

Bei allen Überlegungen im Vorfeld sei es zudem darum gegangen, nicht weiteres Eigenkapital zu verzehren. Der Hintergrund: Seit dem Jahr 2009 wurden insgesamt mehr als die Hälfte der Rücklagen aufgebraucht.

Rund 280 Millionen Euro sind es unterm Strich, unter anderem Schlüsselzuweisungen und Kreisumlage.

Hier weist der Etat-Entwurf die selbe Summe aus, unter anderem Landschaftsumlage sowie Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

2,8 Millionen Euro sind für Baumaßnahmen eingeplant, weitere 28, Millionen Euro für Anschaffungen (für Berufskollegs und Kreisstraßen).

Anfang April soll der Kreistag den Haushalt für dieses Jahr beschließen.

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