Der Dachstuhl des ehemaligen Rapido-Gebäudes stürzte bei dem Brand ein.

Der Dachstuhl des ehemaligen Rapido-Gebäudes stürzte bei dem Brand ein.
Das Feuer breitete sich in Dachstuhl des Gebäudes aus.

Das Feuer breitete sich in Dachstuhl des Gebäudes aus.

Jungmann

Das Feuer breitete sich in Dachstuhl des Gebäudes aus.

Viersen. Gleich zweimal brannte es in der Nacht zu Dienstag auf dem ehemaligen Firmengelände von Rapido. Wie die Feuerwehr mitteilte, brach das erste Feuer gegen 19.25 Uhr aus. Die Flammen breiteten sich im Dachstuhl des ehemaligen Verwaltungsgebäudes aus. Laut Feuerwehr war das Gebäudeinnere nicht mehr sicher, die Einsatzkräfte löschten deswegen nur von außen.

Gegen 19.59 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, um kurz nach 20.30 Uhr waren auch die letzten Brandnester gelöscht. Gegen 0.50 Uhr musste die Feuerwehr erneut zum gleichen Gebäude ausrücken. Zu dem Zeitpunkt stand bereits der gesamte Dachstuhl in Flammen. Der Brandgeruch zog über weite Teile Alt-Viersens. Feuerwehrchef Frank Kersbaum sagte in seiner ersten Einschätzung, das zweite Feuer sei wahrscheinlich in einem Bereich entstanden, der vom ersten Feuer nicht betroffen war.

Zuerst sicherte die Feuerwehr die Nachbargebäude. Erst nachdem der Dachstuhl eingestürzt war, konnte der Brand gelöscht werden. Die Arbeiten dauerten bis 6.30 Uhr.

Bei dem Gebäude handelt es sich um die ehemalige Herd- und Ofenfabrik Gebrüder Dinsing von 1898. Die Dinsing-Werke gingen 1971 in Konkurs. Anschließend nutzte Rapido das Gelände. Die Produktion wurde vor Jahren eingestellt.

In dem Komplex hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Brände gegeben. Meistens wurde Brandstiftung als Ursache festgestellt, ohne dass Täter ermittelt werden konnten. Wiederholt wurden Forderungen laut, die Stadt solle für den Abriss des Werks sorgen. Da der Komplex in Privateigentum steht und denkmalgeschützt ist, sind der Verwaltung enge Grenzen gesetzt.

„Wir können nur dann eingreifen, wenn von dem Gebäude eine unmittelbare Gefahr ausgeht, die über die Grundstückgrenzen hinaus wirkt“, sagt Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller. Allerdings werde die Stadt nach dem jetzigen Brand die Situation neu prüfen und das Gespräch mit dem Eigentümer suchen. skr

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