Die Viersener Fußgängerzone leidet unter acht Prozent Leerstand. Der Wochenmarkt wirkt dennoch wie ein Magnet.

Die Viersener Fußgängerzone leidet unter acht Prozent Leerstand. Der Wochenmarkt wirkt dennoch wie ein Magnet.
Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Wirtschaftsförderer Thomas Küppers und Angelika Brandt von der Stadt Viersen (Abteilung Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing) bei einem Gang durch die Innenstadt. Sie sehen viele Entwicklungsmöglichkeiten für die Fußgängerzone.

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Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Viersen. Kaufkraft, die aus der Viersener Fußgängerzone in das Mönchengladbacher „Minto“ fließt – dazu durchschnittlich acht Prozent Leerstände im gesamten zentralen Versorgungsbereich: Trotz der Behauptung als Einkaufsmagnet im Kreis Viersen müssen Viersener Händler und Eigentümer kämpfen. Denn mit vakanten Ladenlokale droht auch ein Trading-Down-Effekt (sinkende Attraktivität).

1,2 Kilometer lang ist die Fußgängerzone – auf diesem Weg zeigt Wirtschaftsförderer Thomas Küppers Entwicklungsmöglichkeiten auf. Für Küppers ist klar: „Die Fußgängerzone stammt aus den 70er Jahren. Heute würde man einiges anders machen. Aber wir können nur mit dem arbeiten, was wir haben.“ Die Aufenthaltsqualität zu steigern, damit Kunden länger zwischen Remigius- und Sparkassenvorplatz verweilen, wäre eine Möglichkeit. Die Ansiedlung weiterer Lokale und neuer Geschäfte mit junger Mode oder Elektronik wäre eine weitere.

Löhstraße

Die Viersener Fußgängerzone leidet unter acht Prozent Leerstand. Der Wochenmarkt wirkt dennoch wie ein Magnet.
Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Wirtschaftsförderer Thomas Küppers und Angelika Brandt von der Stadt Viersen (Abteilung Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing) bei einem Gang durch die Innenstadt. Sie sehen viele Entwicklungsmöglichkeiten für die Fußgängerzone.

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Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Seit der Eröffnung des Löhcenters im Jahr 2007 ist sie die Verbindungsachse zur Fußgängerzone. „Wenn man von dort auf das Löhcenter blickt, wünscht man sich weitere Handelsflächen mit attraktiven Fassaden“, meint Küppers. Passen würden auch neue Gastronomie-Angebote. Im öffentlichen Raum könnten zudem Lichtbänder installiert werden oder dieser könne als angenehmer „Aufenthaltsraum“ gestaltet werden.

Sparkassenvorplatz

Als „Glücksfall“ bezeichnet der Wirtschaftsförderer den Wochenmarkt in der Fußgängerzone. Auch der Samstags-Markt auf dem Hermann-Hülser-Platz sei ein Frequenzbringer weit über Viersen hinaus. Die Gestaltung der Fußgängerzone mit markanten Platanen, Erhöhungen und Senken schätzt Küppers als „Gelungen“ ein: „Stellen Sie sich dies als gerade Fläche nur mit Beton vor.“ Man habe das Grün in die Stadt geholt – zudem sei die Fußgängerzone von einem grünen Band aus Parks und Grünflächen umgeben – für ihn ein Alleinstellungsmerkmal.

Rathausmarkt

Die Viersener Fußgängerzone leidet unter acht Prozent Leerstand. Der Wochenmarkt wirkt dennoch wie ein Magnet.
Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Die Löhstraße soll zu einer Verknüpfung zwischen Center und Fußgängerzone heranwachsen.

Wirtschaftsförderer Thomas Küppers und Angelika Brandt von der Stadt Viersen (Abteilung Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing) bei einem Gang durch die Innenstadt. Sie sehen viele Entwicklungsmöglichkeiten für die Fußgängerzone.

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Wirtschaftsförderer Thomas Küppers und Angelika Brandt von der Stadt Viersen (Abteilung Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing) bei einem Gang durch die Innenstadt. Sie sehen viele Entwicklungsmöglichkeiten für die Fußgängerzone.

Dort hofft der Wirtschaftsförderer auf neuen Schwung: „Hier stehen 3000 Quadratmeter leer – eine gute Adresse für einen Elektronikmarkt“, meint Küppers. Dieser würde den Branchen-Mix gut ergänzen. Für Thomas Küppers gehört ein solcher Markt in das Zentrum: „So etwas möchte ich nicht an der Kanalstraße.“ Das Center mit großen Leerständen wird auch in der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses am heutigen Dienstag, 19. Januar, Thema sein. Dann wird ein Bericht zur Zentren-Entwicklung in Alt-Viersen, Dülken und Süchteln vorgestellt. Zum Rathausmarkt heißt es darin: „Auch die die Situation auf dem Rathausmarkt wirkt sich bremsend auf die Entwicklung der Einzelhandelslandschaft in Alt-Viersen aus.“ Mit der Schließung des Lebensmittelmarktes Kaiser’s Ende 2012 habe dessen Anziehungskraft stark nachgelassen. In diesem an die 1a-Lagen angrenzenden Bereich stehen – so die Daten des Citymanagements – 60 Prozent der Flächen leer.

Remigiusplatz

Für Thomas Küppers ein „Vorbild“ für das Engagement von Immobilienbesitzern und Händlern. Hier seien hohe Investitionen getätigt worden. Zudem sei der Platz ein Beispiel für „starke, inhaber-geführte Geschäfte“.

Öffnungszeiten

Damit dies auch so bleibt, sei nicht nur Veränderungen im öffentlichen Raum oder neue Geschäfte, Cafés oder Restaurants notwendig. „Auch die Haltungsfrage ist entscheidend“, betont Thomas Küppers. „Es ist die Verantwortung eines jeden einzelnen Händlers und Immobilienbesitzers, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.“ Gemeinsame Ansätze müssten entwickelt werden, jeder müsse dazu beitragen, das „Einkaufszentrum“ der Viersener Innenstadt durch ein einheitliches Auftreten am Markt positioniert. Für den Wirtschaftsförderer ein entscheidender Punkt: „Einheitliche Öffnungszeiten am Samstag – am liebsten bis 16 Uhr.“

Mix

Womit die Kreisstadt punkten könne, sei der für Viersen typische Mix: „Die Mischung aus Filialisten und Inhaber-geführten Fachgeschäften stimmt, sie liegt bei 50 Prozent.“

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