Feuerwehr, DRK und Malteser Hilfsdienst aus dem Kreis Viersen sind im Raum Magdeburg an der Elbe im Einsatz.

Mit Sandsäcken haben die Helfer aus dem Kreis Viersen einen Notdeich errichtet.
Mit Sandsäcken haben die Helfer aus dem Kreis Viersen einen Notdeich errichtet.

Mit Sandsäcken haben die Helfer aus dem Kreis Viersen einen Notdeich errichtet.

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Mit Sandsäcken haben die Helfer aus dem Kreis Viersen einen Notdeich errichtet.

Kreis Viersen. Ein Konvoi mit 80 Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes aus dem Kreis Viersen hat sich am Montag in den frühen Morgenstunden auf den Weg ins Hochwassergebiet nach Magdeburg gemacht. „Die Helfer richten dort einen Betreuungsplatz ein, auf dem mehr als 500 Personen betreut und verpflegt werden können“, berichtete DRK-Kreisgeschäftsführer Detlef Blank.

Die Alarmierung war nachts um 0.28 Uhr erfolgt. Rund 20 Fahrzeuge kamen danach von verschiedenen Standorten aus in Willich zusammen. Von dort aus setzte sich der Konvoi um 3.25 Uhr in Bewegung.

Auf dem Weg wurde eine Spende von 150 Kilo Brot mitgenommen

Am Montag kurz vor Mittag traf schon der erste Zug in Magdeburg ein und begann mit dem Aufbau der Zelte. Ein weiterer Zug hatte einen Umweg über Hannover genommen, um noch geschnittenes Brot zu besorgen: 150 Kilo waren kurzfristig vom Betriebsleiter der Firma Harry-Brot als Spende zur Verfügung gestellt worden.

Die mitgeführten Lebensmittel reichen nach Auskunft von Detlef Blank nur ein, zwei Tage aus. „Danach ist Kreativität gefragt, um vor Ort weitere Lebensmittel zu besorgen.“ Man rechne zunächst mit einer Einsatzdauer bis zum Wochenende. Die überwiegend freiwilligen Helfer hätten dies bereits am Freitag mit ihren Arbeitgebern abstimmen können, da es eine Voralarmierung gegeben habe.

Bereits seit Sonntag sind die beiden Kreisbereitschaftsleiter des DRK, Sven Möllenbrink und Dirk Söngens, in Magdeburg. Sie gehören dort dem Mobilen Führungsstab Rheinland an, der für die Betreuung der Region Magdeburg zuständig ist.

Möglicherweise werden die Helfer noch an anderer Stelle eingesetzt

55 Feuerwehrleute aus dem Kreis Viersen helfen bei der Flut in Ostdeutschland. Unter anderem mit vier Löschfahrzeugen sind sie an der Elbe in Magdeburg im Einsatz. Sie sollen vor allem ein Umspannwerk im Norden der Stadt vor den Fluten schützen.

80 Einsatzkräfte von Rotem Kreuz und Malteser Hilfsdienst unterstützen die Fluthelfer vor Ort. Sie errichten eine Betreuungsplatz-Bereitschaft, die im Krisenfall 500 Menschen versorgen kann.

Bereits am Samstagabend hatten sich 55 Feuerwehrleute aus dem Kreis auf den Weg zu den Fluthelfern nach Ostdeutschland gemacht. „Wir waren zum Schutz eines Kraftwerks mit Müllverbrennungsanlage eingesetzt“, berichtet Schwalmtals Wehrführer Dirk Neikes. Er koordiniert die Arbeit der rund 150 Kräfte, die aus dem Kreis Viersen, Mönchengladbach und Krefeld in Magdeburg eingesetzt sind. Die Helfer sicherten das Kraftwerk mit Deichen aus Sandsäcken. Das Kraftwerk speist ein Umspannwerk, von dem aus die Pumpen der Kanalisation angetrieben werden.

Und die müssen weiterlaufen. Die Kräfte vom Niederrhein werden von 400 Soldaten und 150 Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks (THW) unterstützt, sagte Kreisbrandmeister Klaus-Thomas Riedel. „Wenn die Pumpen nicht mehr laufen, säuft die ganze Stadt ab“, sagt Riedel. Aus dem Kreis Viersen sind Feuerwehrleute aus Willich, Tönisvorst, Grefrath, Kempen, Schwalmtal und Niederkrüchten mit insgesamt zehn Fahrzeugen im Einsatz.

Neikes war viele Kilometer mit dem Fahrrad unterwegs, um den Deich zu kontrollieren. Das Rad hatte ihm die Einsatzleitung in Magdeburg zur Verfügung gestellt. Sollte der Pegelstand in Magdeburg schnell sinken, ist es möglich, dass die Einsatzkräfte aus dem Kreis Viersen noch an einem anderen Ort als Fluthelfer eingesetzt werden.

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