Die Stadtteile sind offiziell anerkannte Wohlfühlzentren. Die Auszeichnung wurde nun erneuert.

Regierungspräsidentin Anne Lütkes überreichte Bürgermeister Christian Wagner die Urkunde.
Regierungspräsidentin Anne Lütkes überreichte Bürgermeister Christian Wagner die Urkunde.

Regierungspräsidentin Anne Lütkes überreichte Bürgermeister Christian Wagner die Urkunde.

Busch

Regierungspräsidentin Anne Lütkes überreichte Bürgermeister Christian Wagner die Urkunde.

Hinsbeck/Leuth. Die Krickenbecker Seen, die Künstlerszene, die Biologische Station und die alte Gerichtsstätte gehören zu Hinsbecks und Leuths Aushängeschildern. Sie ziehen jährlich unzählige Touristen an. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Kriterien, durch welche die beiden Stadtteile jetzt erneut als Erholungsorte von der Bezirksregierung Düsseldorf ausgezeichnet worden sind. Neben Nettetal gibt es im gesamten Bezirk lediglich zwei weitere Kommunen, die sich ebenfalls anerkannter Erholungsort nennen dürfen: Kevelaer und Emmerich. Gestern überreichte Bezirksregierungspräsidentin Anne Lütkes die Auszeichnung an Bürgermeister Christian Wagner.

Bürgermeister: Scheich-Picknick hat Bekanntheitsgrad erhöht

„Wir sind sehr stolz darauf, seit 1993 Erholungsort zu sein. Wir haben in unserer Stadt viel zu bieten“, sagt Wagner. Dies habe wohl auch ein ganz spezieller Gast erkannt: „Ein Besucher im Juli hat uns nicht nur dazu verholfen bekannter zu werden, sondern er hat durch sein Interesse bekundet, wie schön es bei uns ist“, sagt Wagner und spielt damit auf das geduldete Scheich-Picknick im Naturschutzgebiet an. Darüber hinaus betonte das Stadtoberhaupt aber auch, dass das an Hinsbeck angrenzende Naturschutzgebiet eines der ältesten im Bezirk ist. Ansgar Reichmann, Leiter der Biologischen Station, die das 1300 Hektar große Gebiet betreut, ergänzt: „Mit rund 40 000 Besuchern im Jahr sind wir das zweistärkste in NRW.“ Doch nicht nur die Landschaft spielt eine Rolle bei der Auszeichnung als Erholungsort. Es sei die außergewöhnliche Mischung aus Natur, Kunst, Kultur und Sportangeboten, die in beiden Ortsteilen zu finden seien“, sagte Lütkes. „Zudem gibt es hier eine sehr engagierte Bürgerschaft.“

Um anerkannter Erholungsort zu werden, müssen zahlreiche Kriterien eines seitenlangen Katalogs abgearbeitet und erfüllt werden. Nur dann können sich Kommunen für ein solches Zertifikat bewerben. „Die Summe aller Dinge macht es aus“, betont Dietmar Sagel, Leiter Wirtschaft und Stadtmarketing. „Es gibt nicht das eine Merkmal, was keine andere Stadt hat. Wir bieten Zahlreiches.“ Neben Grünflächen, Seen, Sehenswürdigkeiten, Infozentren und einem guten Radwegenetz sind auch Kriterien wichtig, wie etwa behindertengerechte Wege, beruhigte Verkehrsbereiche, erholungsbedingte Infrastruktur und ein Bioklima mit einer guten Luftqualität. „Die Auszeichnung ist somit eine Bestätigung für unsere tägliche Arbeit“, sagt Sagel und betont: „Darauf dürfen wir uns nicht ausruhen, sondern müssen es uns täglich neu verdienen.“

Dies bestätigte auch Landrat Andreas Coenen: „Erholungsort wird man nicht so einfach, Erholungsort bleibt man aber auch nicht so einfach.“ Die Auszeichnung sei ein Gütesiegel mit hoher Strahlkraft. „Leuth und Hinsbeck können sich im touristischen Bereich auch zukünftig selbstbewusst präsentieren“, sagt Andreas Coenen. Für den feierlichen Rahmen sorgten musikalisch die Vorschulkinder der katholischen Kita St. Lambertus Leuth mit ihrem selbstgetexteten Lied über ihren Stadtteil. Zudem spielte das „Dat Kaiser Duo“.

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