Im Oktober sollen die Kinder in den Neubau einziehen. Bis dahin müssen aber noch einige Arbeiten erledigt werden.

Im Oktober sollen die Kinder in den Neubau einziehen. Bis dahin müssen aber noch einige Arbeiten erledigt werden.
Noch ist die Kita eine Baustelle. Bis Oktober sollen aber alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Noch ist die Kita eine Baustelle. Bis Oktober sollen aber alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Das Dach der Kita soll begrünt werden und eine Solaranlage bekommen.

Im Wald hinter dem Gartenhaus sollen die Kinder spielen können.

Senf, Bild 1 von 3

Noch ist die Kita eine Baustelle. Bis Oktober sollen aber alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Breyell. Dort, wo demnächst Kinder spielen sollen, summen im Moment die Bohrmaschinen. Die Arbeiter hämmern und sägen, in der Kindertagesstätte an der Straße Felderend in Breyell liegt alles in den letzten Zügen. Noch fehlen die Decken und Böden, die Wände (Hartgipsplatten) müssen verputzt und gestrichen, die elektrischen Leitungen so verlegt werden, dass Kinderhände nicht daran kommen. Im Oktober sollen Betreuer und Kinder in den Neubau einziehen. Bis dahin wird alles fertig sein, sagt die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche bei einem Besuch der Baustelle.

Im Februar war Baubeginn, seit April stehen die Außenwände, nun nimmt das Innere Gestalt an – in der Breyeller Kita geht alles ganz flott. Bei der Beschlussfassung im Juli 2017 hatten die Mitglieder des Planungsausschusses den Beginn des Kindergartenjahres 2018/19 als Eröffnungstermin zum Ziel gesetzt – der Bedarf an Kita-Plätzen ist so hoch, dass schnell gehandelt werden musste. Machbar war die Erfüllung des engen Zeitplans auch deswegen, weil man sich für Holztafelwände entschieden hat, erklärt Fritzsche. Die wurden fertig geliefert, zudem seien die Firmen in diesem Bereich nicht so stark ausgelastet wie im Massivbau.

Bei der Standort-Frage spielte der Zeitdruck eine Rolle

Auf dem Flachdach des eingeschossigen Baus wird es eine Sedum-Begrünung geben. Dort sollen Pflanzen wie etwa Fette Henne wachsen. „Sie sind hitzeresistent und brauchen wenig Wasser“, sagt Fritzsche. „Und sie dienen als zusätzliche Dämmung.“ Daneben wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, die Strom für den Eigenbedarf liefert. „Es sieht alles ordentlich aus“, sagt Architektin Stefani Kremer bei der Begehung.

Auch wegen des Zeitdrucks hatte man sich als Standort für ein Grundstück entschieden, für das nicht erst ein Bebauungsplan her musste: Die knapp 3600 Quadratmeter große Fläche an der Straße Felderend war schon immer als Wohnfläche ausgezeichnet. Sie gehörte bereits der Stadt und musste nicht erst gekauft werden. Einziges Manko: Weil das zuletzt wildbewachsene Grundstück in einer Niederung am Mühlenbach liegt, ist der Boden morastig. Deswegen wurde auf Pfählen gebaut. Weil zudem Verunreinigungen durch Schwermetalle festgestellt worden waren, wurde der Boden umfangreich entfernt und erneuert.

Das Besondere an der Kita: Ihr Konzept soll die Nähe zur Natur aufgreifen. So bleibt der Obstbongert hinter dem Gebäude erhalten, damit die Kinder die Natur um sie herum entdecken können. Einzig einzelne Bäume wie etwa Birnen wurden wegen der Gefahr herabfallenden Obstes entfernt. Zudem wurde bei der Wahl der Materialien auf das Cradle-to-cradle-Prinzip geachtet: Neben den Wänden sind auch die Fensterrahmen aus Holz, der Boden ist aus Naturkautschuk, für die Dämmung wurde Zellulose verwendet. Sollte die Kita irgendwann nicht mehr als solche genutzt werden, können die Räume mit wenig Aufwand umfunktioniert werden, sagt Fritzsche: „Die Leitungen sind für etwa sieben unterschiedlich große Wohngruppen angelegt.“

Am 1. Oktober dürfen die Mieter und Träger der Einrichtung – die evangelische Jugend- und Familienhilfe aus Kaarst – mit der Inneneinrichtung in die Kita. Ab dem 15. Oktober sollen die ersten von insgesamt 75 Kindern stundenweise an den neuen Ort gewöhnt werden.

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