Die Politik diskutiert ab 18 Uhr über den Ort des Neubaus. Favorit ist der Standort Ransberg.

Am Dülkener Wasserturm könnte das neue Kreisarchiv gebaut werden. Archiv
Am Dülkener Wasserturm könnte das neue Kreisarchiv gebaut werden. Archiv

Am Dülkener Wasserturm könnte das neue Kreisarchiv gebaut werden. Archiv

Busch

Am Dülkener Wasserturm könnte das neue Kreisarchiv gebaut werden. Archiv

Kreis Viersen. In einer Sondersitzung des Kulturausschusses wird sich Viersens Politik heute Abend ab 18 Uhr erneut mit dem Standort des geplanten Kreisarchiv-Neubaus auseinandersetzen. Formaljuristisch geht es in der Sitzung lediglich um eine Kenntnisnahme – zu beschließen haben die Viersener Politiker nichts. Allerdings ist der Technischen Beigeordneten wichtig, dass es eine „positive Kenntnisnahme“ gibt. Im Klartext: dass die Mehrheit der Politiker gut mit dem vorgeschlagenen Standort leben kann. In der vergangenen Sitzung des Kulturausschusses war insbesondere Politikern der Grünen nicht konkret genug benannt, warum ausgerechnet am Ortseingang von Dülken das Kreisarchiv gebaut werden soll und weshalb der von den Grünen favorisierte Standort keine Berücksichtigung fand.

Insbesondere die Grünen sehen noch Diskussionsbedarf

Die CDU-Fraktion hat sich, nach einem Treffen mit Landrat Andreas Coenen (CDU) bereits festgelegt: Sie spricht sich einmütig für die Unterstützung des Neubaus am Standort Ransberg aus. Das Grundstück, das erst im Laufe der Beratungen ins Spiel gekommen war, biete die besten Voraussetzungen den Anforderungen an einen modernen Archivbau gerecht zu werden und die zügige Umsetzung des Projektes zu gewährleisten. Außerdem biete es sogar für die Zukunft Erweiterungsmöglichkeiten. Besonders begrüßten die Viersener Ratsmitglieder der CDU die Aussage von Coenen, den Neubau von einer Baukommission, in der auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden vertreten seien, begleiten zu lassen, um so sicher zu stellen, dass die Interessen aller Städte und Gemeinden Gehör in dieser Frage finden werden.

Gleichzeitig biete sich mit dieser Investition von wahrscheinlich rund zehn Millionen Euro nach Auffassung der Christdemokraten die Chance, einen deutlichen städtebaulichen Akzent für die wichtige Eingangssituation von Dülken zu setzen. „Ich bin in diesem Zusammenhang sehr froh über die klare Aussage von Andreas Coenen, das die Fragen der Gestaltung des Neubaus auch für den Kreis eine zentrale Rolle spielen werden und er sich der städtebaulichen Bedeutung dieses Neubaus an dieser Stelle sehr bewusst ist“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Stephan Sillekens.

Dabei sollen auch Fragen der Gestaltung der Arbeitsmöglichkeiten für Besucher des Archivs eine große Rolle spielen. Denn darin waren sich beide Seiten einig, das neue Archiv solle auch eine neue Qualität in die Möglichkeiten bringen, ein Archiv für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises zu sein. Man wolle die bisherige gute Arbeit des Kreises und des bisherigen Stadtarchivs mit ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern und auch mit den Bildungseinrichtungen, insbesondere den Schulen, im gesamten Kreis nicht nur fortführen sondern sogar intensivieren.

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