In der „Kochmühle“ gibt es auch bei winterlichen Temperaturen Grillkurse.

In der Schwalmtaler Kochmühle kann auch im tiefsten Winter das richtige Grillen gelernt werden.
In der Schwalmtaler Kochmühle kann auch im tiefsten Winter das richtige Grillen gelernt werden.

In der Schwalmtaler Kochmühle kann auch im tiefsten Winter das richtige Grillen gelernt werden.

Kallianteris

In der Schwalmtaler Kochmühle kann auch im tiefsten Winter das richtige Grillen gelernt werden.

Kreis Viersen. Jeder liebt eine Grillparty im Sommer. Dass Grillen aber auch bei winterlich knackigen Minus-Temperaturen zu einem kulinarischen Hochgenuss werden kann, erlebt man derzeit in der Schwalmtaler „Kochmühle“. Dort bieten Inhaber Hans-Joachim Hansen und sein Team seit 16 Jahren verschiedene Koch- und Grillworkshops an. Sie sagen: Eine Grillparty muss sich nicht auf Würstchen, Bauchfleisch und Steaks beschränken.

„Es kommt immer auf die richtige Temperatur an, auf die Zeit – und auf die Technik natürlich.“

Philipp Knippertz, Koch

Gegrillt und gekocht wird in den Räumen der Bleichermühle, sowohl innen als auch außen, mit einem professionell ausgestatteten Equipment. Dort landen auch ganz andere Zutaten, wie zum Beispiel Salatherzen auf dem Grill, und man darf zu Recht über die Vielfältigkeit der Möglichkeiten staunen. Denn auch Pasta, Gemüse und Gebackenes sowie Aufläufe vom Grill zaubert Chefkoch und Grillmeister Philipp Knippertz für die Teilnehmer. Sie lernen Tipps und Tricks, außergewöhnliche Rezepturen, bekommen Einblicke in das richtige Marinieren und die neuesten Grilltechniken. „Früher war es Gang und Gäbe, sich auf Bratwurst und Kotelett zu beschränken“, sagt Hansen. „Aber Grillen ist noch viel mehr. Für mich zählen neben der Nutzung von frischen regionalen und internationalen Zutaten auch die Gemütlichkeit und das Beisammensein. Grillen ist wie Fondue im Garten“, sagt Hansen.

Für den Grill-Basics-Kurs hat sich Philipp Knippertz ein Fünf-Gänge-Menü ausgedacht, das die mannigfachen Möglichkeiten von Gas- oder Holzkohlegrill nutzt. „Es handelt sich um hochtechnische Grills, die praktisch alles können“, so Knippertz. Mit ihnen kann gegrillt, gebacken, getoastet und gebraten werden. Sogar Gerichte im Wok sind möglich. „Es kommt immer auf die richtige Temperatur an, auf die Zeit – und auf die Technik natürlich“, erläutert der ausgebildete Koch.

Diese Finessen bringt er den Teilnehmern bei. Los geht’s mit dem Händewaschen. Dann die Ärmel hochgekrempelt und die Toastscheiben für den ersten Gang mit Feigensenf bestrichen. Mit Feigen, Lachs und Camembert belegt, kommen die Toasts auf den Grill. Perfekt ist es, wenn der Käse innen weich und der Toast außen kross ist. Grillhähnchen gehören ebenfalls zum Menü. Gereinigt und mit einer Spezialgewürzmischung innen und außen eingerieben, werden sie nicht etwa in Stücke auf den Grill gelegt. Mit einem Geflügelhalter kommen sie auf die so genannte indirekte Zone des Grills. Grilldeckel zu, und nach einer guten Stunde kommt ein butterweich-zartes und dennoch knuspriges Hähnchen auf den Teller.

Derweil erläutert Philipp Knippertz die Theorie, spricht über Gewürze und Tranchiermethoden. Während es sich die Teilnehmer schmecken lassen, wird gleichzeitig gefachsimpelt – über Grillmodelle, Techniken, Temperaturen, Rezepte.

Der Frauenanteil ist gering, denn die einzige weibliche Vertreterin an diesem Abend ist Sandra Taffonneau. Sie hat ihrem Mann Thibault einen Gutschein für den Kurs geschenkt, und sich selbst gleich mitangemeldet. „Die Würstchen brannten des Öfteren an, wenn mein Mann grillte“, berichtet die 37-jährige mit einem Augenzwinkern. „Da hatte ich die Idee, ihm eine ,Grillweiterbildung’ zu schenken. Ich hätte allerdings nicht damit gerechnet, die einzige Frau hier zu sein“, ergänzt sie.

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