Zwei junge Männer richten in einer nächtlichen Aktion 5000 Euro Schaden an.

Thomas Bolte zeigt einen Gullydeckel, der ihm geblieben ist.
Thomas Bolte zeigt einen Gullydeckel, der ihm geblieben ist.

Thomas Bolte zeigt einen Gullydeckel, der ihm geblieben ist.

Thomas Bolte zeigt einen Gullydeckel, der ihm geblieben ist.

Grefrath. Von den Parkplätzen am Eisstadion und am Freibad haben Unbekannte ein Dutzend Gullydeckel gestohlen. Diese zu ersetzen, ist gar nicht so einfach. Denn neue Gullydeckel sind größer und passen nicht in die alten Rahmen. „Neue kosten 160 Euro pro Stück. Mit Pflasterarbeiten ist man schnell bei 5000 Euro“, sagt Thomas Bolte, Geschäftsführer der Sport- und Freizeit gGmbH. Die Folge: „Deshalb suchen wir jetzt gebrauchten Ersatz.“

280 Kilogramm Gusseisen bei Schrotthändler in Venlo versilbert

Laut Polizei sind ein 17-Jähriger aus Grefrath und ein 18-Jähriger aus Dülken verdächtigt, die Gullydeckel am 12. Januar gestohlen zu haben. Die beiden, die der Polizei gut bekannt sind, gaben an, dass zehn gußeiserne Gullydeckel abends am Rand der Stadionstraße gestapelt gewesen seien. Die packten sie vermutlich gegen 22.30 Uhr in den vom Vater des Boisheimers geliehenen Wagen.

Stunden später, aber noch in der Nacht, machten sich die jungen Männer auf den Weg in die Niederlande. Dort wurden sie von einer Polizeistreife aufgegriffen – weil der Wagen wegen der 280 Kilo schweren Fracht auffallend tief lag. Nach der Vernehmung fuhren die Deutschen zu einem Schrotthändler in Venlo und versilberten die Gullydeckel.

Straßen nachts regelmäßig nach abgestelltem Sperrmüll abgesucht

Danach fuhren sie zu Thomas Bolte. Dort erzählten sie, dass sie regelmäßig nachts unterwegs sind, um am Straßenrand abgestellten Sperrmüll nach Verkaufbarem absuchen. So seien sie auf die Gullydeckel van der Stadionstraße gestoßen. Obwohl die jungen Männer sogar noch den Lieferschein präsentieren konnten, war es für die gußeisernen Abdeckungen zu spät. „Die seien schon zerschnitten, hat mir der Schrotthändler am Telefon versichert“, so Thomas Bolte im Gespräch mit der WZ.

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