Einzelhändler und Kirchengemeinde hatten auf den Marktplatz beziehungsweise ins Cyriakushaus geladen. Die Erlöse von Weihnachtsmarkt und Adventsbasar werden gespendet.

Kräuter mit heilender Wirkung gab es beim Adventsbasar am Stand von Familie Borsbach.
Kräuter mit heilender Wirkung gab es beim Adventsbasar am Stand von Familie Borsbach.

Kräuter mit heilender Wirkung gab es beim Adventsbasar am Stand von Familie Borsbach.

Auch der Nikolaus war auf dem Weihnachtsmarkt der Grefrather Einzelhändler zu Besuch.

Kurt Lübke, Bild 1 von 2

Kräuter mit heilender Wirkung gab es beim Adventsbasar am Stand von Familie Borsbach.

Grefrath. Auch in Grefrath hat die Vorweihnachtszeit begonnen. Auf dem Markt und im benachbarten Cyriakushaus der katholischen Pfarre St. Benedikt wurde das erste Advents-Wochenende genutzt, um durch den Erlös von Adventsbasar und Weihnachtsmarkt Bedürftigen und Kranken ein wenig Freude zu machen.

Klein, aber fein war der Adventsbasar der Pfarre. „Damit haben vor über 40 Jahren die Ambulanz-Schwestern im Elisabeth-Haus begonnen,“ erinnerte Angelika Büssers an die Anfänge. Sie selbst koordiniert im 13. Jahr diesen Basar mit, verkaufte jetzt selbst viele Handarbeiten, aus Filz oder Leinen. So wie gleich nebenan die Patchwork-Arbeiten von Hildegard Schommer ihre Abnehmer fanden. Seit über vier Jahrzehnten machen unter anderem Berti Kühl und Heidi Hasselmann von der Handarbeitsgruppe mit.

„Kräuterfrau“ Borsbach empfiehlt Lavendel-Tee

Die „Kräuterfrau“ war einmal mehr Dorothee Borsbach. Sie wies auf die heilende und entspannende Wirkung einiger Kräuter hin. Auf einem Etikett stand „Omas Apotheke“. Es handelte sich um Badesalz aus dem Toten Meer und Rosmarin. Borsbach gab einer Kundin einen Ratschlag: „Das Lavendel-Kraut kann sogar schlankheitsfördernd sein, wenn man vor dem Essen jeweils eine Tasse Lavendel-Tee trinkt.“

Einige Meter weiter verkauften Marita Thyssen und Helge Frank einige Produkte. Und zwar von Männern und Frauen, die im AHG-Haus Grefrath an der Hinsbecker Straße stationär oder ambulant mit ihrer Alkohol- und/oder Medikamentenabhängigkeit betreut werden. Zu kaufen gab es selbst angefertigte Nistkästen, Eulen, hölzerne Sterne und Spardosen.

Für die Cafeteria war einmal mehr die katholische Frauengemeinschaft (kfd) zuständig, für die große Tombola die Kolpingsfamilie. Zu den Aktivposten gehörte auch Pfarrer Johannes Quadflieg. Er hatte mit den Pfadfindern in der Schreinerei Camps hölzerne Kerzenhalter, Küchenablagen und Schieber hergestellt.

Mittendrin war Autor Elmar Terhorst, der erst kürzlich sein Werk über den Grefrather Lehrer Adolf Kamp vorgestellt hatte. Terhorst übergab den Gesamterlös aus den beim Adventsbasar verkauften Büchern ganz an den Veranstalter. Die gesamten Einnahmen gehen später in Projekte in der Dritten Welt.

Einzelhändler unterstützen Aktion von Ayse Berdibey

Der Erlös aus dem Adventsmarkt der Einzelhändler auf dem Marktplatz geht an das Projekt von Ayse Berdibey und heißt „Abend der leuchtenden Augen“. Die Geschäftsfrau organisiert in diesem Jahr erneut eine Heiligabend-Feier für Menschen, die sonst ohne Familie alleine Weihnachten feiern müssten.

Für den verkaufsoffenen Sonntag in Grefrath hatte sich im Vorfeld Eva Pomplun von der frisch gegründeten Grefrather Werbegemeinschaft „InTakt“ um etwa 20 Händler bemüht, die gestern ihre Sachen feilboten. Dabei unterhielten die Fußballer des SV Grefrath mit einigen Spielen oder kümmerte sich der Förderverein der evangelischen Kirchengemeinde an seinem Stand mit um das leibliche Wohl.

„Wir machen diese Holzarbeiten erst seit etwa fünf Wochen“, sagten übereinstimmend die Grefrather Eheleute Martina und Dirk Rosin. Sie brachten unter anderem einige alpenländische Krippen mit. Uhren und Schmuck verkaufte Barbara Schoenmackers und Anne Schmedders von „Cute Things“.

Der Vinkrather Hobbykünstler Heinz Biederbick (76) hatte nur einen Teil aus seiner kreativen Werkstatt mitgebracht, diesmal unter anderem handgemalte Nikoläuse oder den Pinocchio als Hampelmann.

Viel Beachtung fanden ferner die Brandmalereien von Birgit Neumann oder die Tipps von Gabriel Pesch, der in Grefrath den RoBo-Schlüsseldienst betreibt. Pesch gab Hinweise, wie man sich in den eigenen vier Wänden vor Einbrüchen schützt und prangerte auch die schwarzen Schafe an, die für eine Türöffnung horrende Summen verlangen würden.

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