Grefrather Turnerschaft stellt eine neue Abteilung vor. „Le Parkour“ beschert dem Verein zusätzliche Mitglieder.

Schon vor mehr als zwei Jahren haben Jugendliche einen Le-Parkour-Workshop mit Streetworker Leon Küsters absolviert.
Schon vor mehr als zwei Jahren haben Jugendliche einen Le-Parkour-Workshop mit Streetworker Leon Küsters absolviert.

Schon vor mehr als zwei Jahren haben Jugendliche einen Le-Parkour-Workshop mit Streetworker Leon Küsters absolviert.

Friedhelm Reimann

Schon vor mehr als zwei Jahren haben Jugendliche einen Le-Parkour-Workshop mit Streetworker Leon Küsters absolviert.

Grefrath. In Zeiten, in denen fast alle Vereine händeringend Mitglieder suchen, gibt es bei der Turnerschaft Grefrath (TSG) einen Boom:

Dank „Le Parkour“ hat der größte Sportverein der Gemeinde in kurzer Zeit mehr als 40 neue Mitglieder bekommen. Am Mittwoch ab 20.30 Uhr wird sich die neue Abteilung der Öffentlichkeit präsentieren.

Inzwischen gibt es Training für Anfänger und Fortgeschrittene

Im April haben die jungen Sportler in der TSG (1000 Mitglieder) ein neues Zuhause gefunden. „Eine sportliche Heimat, in der sie sich wohlfühlen“, so der Vorsitzende Helmut Thönes.

Dabei stand die junge Sportart in Grefrath kurz vor dem Aus, so Thönes. Es fehlten Hallenzeiten, Versicherungsschutz und die Möglichkeit der Ausbildung. Thönes: „Erst eine Kooperation zwischen der Mobilen Jugendarbeit der Gemeinde und der Turnerschaft hat dem Projekt nach rund zweieinhalb Jahren eine neue Perspektive verschafft.“

„Mittlerweile gibt es ein Anfängertraining für den Nachwuchs und ein Training für die fortgeschrittenen Läufer, die sogenannten Traceure“, sagt Thönes. Unter der Leitung von Leon Küsters (Mobile Jugendarbeit) und der beiden Übungsleiter Stefan Dammer und Tobias Nopper üben immer mehr Jugendliche die neue Sportart aus.

Le Parkour stammt aus Frankreich und wurde Anfang der 1980er-Jahre von David Belle als erstem praktiziert. Es ist „die Kunst der effizienten Fortbewegung“ – also der kürzeste Weg, von A nach B, bei dem Hindernisse geschickt überwunden werden.

Im öffentlichen Raum sind dies Mauern, Papierkörbe, Tische, Bänke, Geländer, Treppen oder umgestürzte Bäume. Nötig sind ein hohes Maß an Körperbeherrschung, Selbsteinschätzung, Disziplin, Konzentration und geistiger Stärke. Viele der 16 Grundtechniken enstammen dem (Geräte-)Turnen.

Helmut Thönes: „Die Gruppe wird von den Übungsleitern systematisch an die sportlichen Herausforderungen und Bewegungstechniken herangeführt. Spaß und Freude stehen aber im Vordergrund, ebenso das Erleben von Gemeinschaft in der Gruppe von Gleichgesinnten. Dies stärkt das Wir-Gefühl.“

 » Am Mittwoch ab 20.30 Uhr werden Mitglieder der neuen Abteilung „Le Parkour“ in der Doppelsporthalle an der Bruckhauser Straße vorstellen. Besucher sind willkommen.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer