Gemeinde Grefrath legt überarbeiteten Entwurf vor. Die WZ möchte dazu Ihre Meinung wissen.

Grefrath. Das Thema Sportstättengebühren steht wieder auf der Tagesordnung der Grefrather Politik – im Hauptausschuss am Montag (ab 19 Uhr, Rathaus Oedt). Die Verwaltung hat einen Entwurf vorgelegt, der 20 000 Euro pro Jahr in den Haushalt spülen soll. Von den Vereinen und vom Gemeindesportverband (GSV) vorgebrachte Einwände seien eingearbeitet worden, heißt es darin. Es soll nun nicht mehr zwischen Hallenstunden für Kinder/Jugendliche und Erwachsene unterschieden werden. Dafür gebe es eine geringere, einheitliche Gebühr.

Unterschieden wird nach Hallengröße. Für die Turnhallen Oedt und Burgweg sollen drei Euro pro Stunde gezahlt werden, für die an der Bruckhauser Straße fünf Euro. Für Meisterschaftsspiele und andere Wettbewerbe am Wochenende wird keine Gebühr fällig. Für den Sportplatz Oedt werden drei Euro pro Stunde veranschlagt.

Für die Nutzung von gemeindeeigenen Grundstücken soll ein Betrag von fünf Cent pro Quadratmeter jährlich festgelegt werden. Das betrifft den Sportplatz Auf dem Heidefeld, der vom SV Grefrath betrieben und zusammen mit dem SuS Vinkrath genutzt wird. Für den Tennisclub Oedt soll das ab 1. Januar 2018 gelten. Dort gilt noch ein Vertrag über ein „unentgeltliches Nutzungsrecht“, der nun gekündigt wurde. Außerdem würde diese Regelung den Tennisclub Grefrath, die Hundesportplätze in Grefrath und Oedt, den Kanuwanderclub und den Reiterverein Graf Holk betreffen.

Die Eissport- und Schwimmvereine müssen ihre Gebühren mit der Sport und Freizeit gGmbH, die das Eisstadion betreibt, beziehungsweise mit den Gemeindewerken als Betreiber des Schwimmbades verhandeln. Für das Eisstadion ist das bereits geschehen. Für die Schwimmvereine schlägt die Verwaltung vor, einen Beitrag von 50 Cent pro Teilnehmer und Übungseinheit zu verlangen. 46 Wochen werden als Nutzungszeit zugrundgelegt, weil in den Ferien geschlossen ist. Für Jugendmannschaften, die die Halle nur im Winter und Frühjahr nutzen, werden 22 Wochen kalkuliert.

Der GSV sei nicht über den neuen Entwurf informiert worden, erklärte der Vorsitzende Herbert Kättner auf WZ-Anfrage. Nach einem ersten Entwurf hatte es ein Gespräch zwischen GSV und Bürgermeister Manfred Lommetz gegeben, in dem der Verband kritisiert hatte, dass die Gebühren im Vergleich zu Nachbarkommunen zu hoch seien. Daraufhin wollte der Bürgermeister nachbessern. „Wir sind davon ausgegangen, dass wir dazu noch ein Gespräch führen oder zumindest informiert werden“, so Kättner. Zwar habe er sich die Vorlage für den Ausschuss besorgt, eine Aussage dazu könne man aber aus Sicht des Sports bis Montag nicht treffen. Der Verband habe Verständnis für die Situation der Gemeinde, aber es sei wichtig, dass man miteinander spricht.

Der Kreis Viersen als Aufsichtsbehörde hatte die Gebühren gefordert. 60 000 Euro sollen damit eingenommen werden. 30 000 Euro seien durch die Reduzierung der Ausgaben für das Eisstadion erzielt worden. Weitere Erträge sollen Gebühren für andere Gemeinde-Einrichtungen erbringen. Das soll in einem zweiten Schritt geschehen.

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