Die Kosten für Energie könnten um die Hälfte reduziert werden. Doch zuvor müssten 250 000 Euro investiert werden.

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Die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde – hier an der Stadionstraße – bietet erhebliches Sparpotenzial.

Die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde – hier an der Stadionstraße – bietet erhebliches Sparpotenzial.

Lübke

Die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde – hier an der Stadionstraße – bietet erhebliches Sparpotenzial.

Grefrath. Was für eine Perspektive für die finanzschwache Niersgemeinde: Mit Hilfe moderner Technik könnte die Hälfte der Energiekosten für die Straßenbeleuchtung gespart werden. Das sind derzeit pro Jahr Ausgaben von 200 000 bis 250 000 Euro.

„In etwa drei Jahren könnte sich die Investition amortisieren.“

Michael Räppel, Bauamtsleiter

Der Haken an der Sache: Zuvor müssten rund 250 000 Euro ausgegeben werden, um die 2200 Straßenlaternen umzurüsten. „In etwa drei Jahren könnte sich die Investition amortisieren“, sagte Bauamtsleiter Michael Räppel im Gespräch mit der WZ am Dienstag.

In der Sitzung des Bauausschuss am Montagabend im Oedter Rathaus stellte Räppel eine Induktions-Leuchte vor. Sie soll die Quecksilber-Hochdruckdampflampen ersetzen, die ab 2015 ohnehin nicht mehr hergestellt werden dürfen. Doch eine sofortige Umstellung aller Grefrather Straßenlaternen ist laut Räppel „aus Kostengründen kaum möglich“. Deshalb riet er dazu, den Austausch zunächst im Rahmen der normalen Wartungsarbeiten durchzuführen.

Dirk Drießen (Grüne) regte an, im Rahmen der Beratungen für den Haushalt 2013, die im Frühjahr stattfinden sollen, sich mit dem Thema noch einmal zu beschäftigen. Dann könne man sehen, was haushaltstechnisch möglich ist.

„Mit diesem Vorschlag können wir uns anfreunden“, kam Unterstützung von Bernd Bedronka (SPD). Und auch Max Titulaer ( CDU) signalisierte Zustimmung. Eine weitere Möglichkeit brachte Bauamtsleiter Räppel ins Spiel: Die angestrebte Umrüstung auf fünf Jahre zu verteilen, sodass per anno rund 50 000 Euro anfallen würden.

Das frühere Girmes-Gelände in Oedt hat nach wie vor die Anschrift Johannes-Girmes-Straße. Aber das ist eigentlich überholt, denn inzwischen gibt es sechs verschiedene Firmen auf dem Areal. Und die Verhandlungen für den Verkauf des letzten Drittels, unter anderem für den Bau einer Filiale des Discounters „Netto“, befinden sich wohl in der Schlussphase. Sie alle benötigen eine eigene Bezeichnung und Hausnummer, so die Gemeindeverwaltung im Bauausschuss. Diesem Vorschlag schlossen sich die Politiker an. Deshalb wurde am Montagabend beschlossen, das Gelände in „Girmes-Park“ umzubenennen und neue Hausnummern zu vergeben. Den Namen hat sich die Gemeinde inzwischen sichern lassen. Der nächste Schritt: Nun sollen die neuen Firmen auf dem Areal gefragt werden, ob sie mit dem Namen „Girmes-Park“ einverstanden sind.

Derzeit gibt es im „Girmes-Park“ sechs Firmen, die zwei Drittel der Gesamtfläche von 180 000 Quadratmeter gekauft haben. Dazu gehören unter anderem die Biogas-Anlagen GmbH, Fischer-Lagerverkauf, der Textil-Hersteller TAG aus Krefeld und eine Spedition. Die Anfahrt zu diesen Unternehmen soll künftig nur noch über die L 444 (Tönisvorster Straße) erfolgen.

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