In Grefrath wurden die Meisterschaften für NRW im Hundesport Agility ausgetragen.

In Grefrath wurden die Meisterschaften für NRW im Hundesport Agility ausgetragen.
Die Straelenerin Sabrina Beuermann legt mit ihrem Hund Devil einen guten Lauf hin. Die beiden belegen nach dem Wettbewerb den dritten Platz.

Die Straelenerin Sabrina Beuermann legt mit ihrem Hund Devil einen guten Lauf hin. Die beiden belegen nach dem Wettbewerb den dritten Platz.

Friedhelm Reimann

Die Straelenerin Sabrina Beuermann legt mit ihrem Hund Devil einen guten Lauf hin. Die beiden belegen nach dem Wettbewerb den dritten Platz.

Grefrath. Frieda war ein bisschen eigensinnig. Eigentlich sollte die Australian Shepherd-Hündin durch die Slalom-Stangen laufen. Frieda wollte aber lieber wippen. Worauf sofort das Zeichen kam. Hände über dem Kopf gekreuzt, was so viel hieß wie „Thema verfehlt“, falsches Hindernis, disqualifiziert. Die Hundeführerin, Tierarzthelferin Marion Kreutz, nahm es gelassen und sagte „Wir üben noch, Frieda ist mit ihren dreieinhalb Jahren noch relativ jung“. Gerade findet auf dem Übungsgelände der Grefrather Hundeschule am Bronkhoster Weg die NRW-Meisterschaft im Agility statt.

Zwei Durchgänge müssen Hund und Halter absolvieren

Viel besser macht es da die erfahrene Sabrina Beuermann (Straelen). Ihr Devil macht in den beiden unterschiedlichen Parcours der Maxi-Klasse keinen Fehler und kam in der Endabrechnung auf den dritten Platz. Kein Wunder: Denn Sabrina ist dort eine der Hundetrainerinnen und gemeinsam mit Ralf Köster für den Agility-Sport verantwortlich. Köster hat auch dieses Event vorbereitet und erläutert: „Es gibt zwei Wertungsklassen mit jeweils zwei Durchgängen, einen für die Hunde mit einer Schulterhöhe bis 43 Zentimeter und für darüber.“ Also vom Mini-Spitz bis zum ausgewachsenen belgischen Schäferhund.“ Jedes Team kann darüber hinaus vor Beginn der Wettkämpfe jeweils drei Teilnehmer melden. Ihre an dem Tag erzielten Ergebnisse ergeben dann die Mannschaftswertung.

Wie es geht, machen unter den strengen Augen von Richter Ingo Bursch einige Tiere vor. In der Mini-Klasse sprintet der Kleinspitz Buddy von Hindernis zu Hindernis, umkurvt die Slalomstangen im Nu, hastet durch den Tunnel, überspringt die Hürden mit einer Leichtigkeit. Insgesamt stehen dort 20 Hindernisse, Buddy braucht noch nicht mal 40 Sekunden.

Hunde müssen auch Markierungen mit der Pfote berühren

Vorher war der Parcours ein wenig anders, gab es auch sogenannte „Kontaktzonenhindernisse“, die der Vierbeiner mit seiner Pfote berühren muss. So unten an einer schrägen Wand, die er hochklettert, das rote Feld oder auch auf einer Wippe an den äußeren Enden die roten Markierungen vor dem Absprung mit seiner Pfote berühren muss.

38 Zweier-Teams machen insgesamt in den beiden Einzelklassen, getrennt nach Mini und Maxi, mit. Dan ist ein kleiner, weißer Wuschel an der Reihe. „Das ist mein Filou, ein Mischling, den ich seit vielen Jahren habe“, sagt Michaela Masuch, 32 Jahre alt und Bäckereifachverkäuferin in Viersen. Filou ist gut drauf, macht nur einen Fehler. Ihr zweiter Hund, der vierjährige Border Shepherd Bounty, hat hingegen keinen so guten Tag erwischt. Er weigert sich partout, über ein Hindernis zu springen. Sofortige Disqualifikation. Fallen Hürden oder wird die vorgegebene Zeit überschritten, gibt es Punktabzüge.

Einige Männer und Frauen, die an der dortigen Schule mit ihren Hunden die unterschiedlichsten Kurse belegen, sind als Zuschauer dabei. So die Grefratherin Sara Schmitz (28), Lehrerin an einer Gesamtschule. Ihre Australian Shepherd-Dame Bella ist erst fünf Monate alt. Sie sagt: „Irgendwann probieren wir das mal aus, aber für den Agility-Sport muss Bella mindestens ein Jahr alt sein.“ Soeben ist Maxwell mit seinem Vinkrather Frauchen Stephanie Schneider eingetroffen. Maxwell, ebenfalls ein Australian Spepherd, will unbedingt in den Parcours, ist aber erst elf Wochen alt. „Ich bin gerade hier mit ihm erst einmal beim Welpenunterricht“, sagt die Halterin.

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